Cover der Ausgabe Wundmanagement 1/2015

Wundmanagement 1/2015

Ältere Ausgaben

Über die Zeitschrift

Aktuelles

  • Konsultationsphase des aktualisierten Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

  • Intelligente Schuheinlage schützt Diabetiker-Füße

  • Stoßwellen fördern Wundheilung

  • BVMed-Newsletter „MedTech ambulant“ informiert über Hilfsmittel zur Kompressionstherapie

Methoden

  • Prävention von Druckläsionen am Fuß: Projekt „Intelligente Diabetische Socken“ (IDS)

    V. Luboz, A. Perrier, M. Bucki, F. Cannard, B. Diot, D. Colin, D. Rin, J.P. Bourg, N. Vuillerme, Y. Payan

    Wund Management 2015; 9 (1): 6–10.

    Ziele: Die häufigste Ursache für Amputationen sind Diabetes-assoziierte Komplikationen an der unteren Extremität. Die diabetische Polyneuropathie verhindert, dass der Diabetiker bei Traumata oder zu hohen Drücken am Fuß Schmerzen wahrnimmt. Folglich können Reibung oder wiederholte Traumata zu Druckläsionen führen. Das Projekt Intelligent Diabetic Socks (IDS) zielt auf die Entwicklung der ersten tragbaren intelligenten Fußbekleidung ab, die diesem Personenkreis durch kontinuierliche Überwachung der Druckbelastung in Verbindung mit einem personalisierten biomechanisches Fußmodell ein Biofeedback über das Risiko von Ulzerationen in Echtzeit zur Verfügung stellen.
    Methoden: In dem IDS Projekt wurde ein Strumpf entwickelt, der mit Drucksensoren und einem Mikrokontroller ausgestattet ist. Damit können die Gewebebelastung an einem biomechanischen Modell des Fußes in Echtzeit berechnet werden. Wenn die berechneten Belastungen zu hoch sind, wird der Träger der Socke mit einem Warnsignal darüber informiert, dass der Fuß einem Risiko für Druckläsionen ausgesetzt ist. Die Socke besteht aus einem Gewebe mit eingebetteten 100 % textilen Drucksensoren. Alle 100 Millisekunden, werden die Drücke der Weichteile des Fußes am biomechanischen Modell simuliert, indem die Drücke, die durch die Socke gemessen werden, in ein numerisches Modell eingespeist werden. Für eine verbesserte Genauigkeit kann ein patienten-spezifisches biomechanisches Modell halbautomatisch errechnet werden, um so jedem Patienten individuell gerecht zu werden.
    Ergebnisse: Mit der Fähigkeit, den Druck während der Alltagsaktivitäten rund um den Fuß zu messen und nicht nur im Bereich der Sohle, stellt die intelligente Socke eine neue Technik dar, um einen diabetischen Fuß zu überwachen. Simulationen zeigen, dass das Fußmodell ein realistisches Verhalten der Drücke während des Stehens aufzeichnet. Erste Studien haben auch die Notwendigkeit gezeigt, dass Weichgewebe des Fußes biomechanisch zu modellieren, da die inneren Spannungen im Fußgewebe wesentlich höher sind, als die reinen Oberflächendehnungen vermuten lassen. In der hier dargestellten Studie schwanken die Oberflächenspannungen um etwa 5 % (unterhalb der Ferse und Mittelfuß), während die Spannungen im Gewebe bis zu 70 % schwanken (an der Grenzfläche zwischen dem Fett und dem Fersenbein und zwischen den Fett- und Mittelfuß).
    Zusammenfassung: Die realistische Einschätzung der Fußbelastung durch ein personalisiertes biomechanischen Modells in Kombination mit der Echtzeit-Druckmessfähigkeit des Gewebes zeigen die Eignung des Gerätes als Alarmsystem zur Prävention von Druckläsionen bei Risikopatienten während ihrer täglichen Aktivitäten.

    Schlüsselwörter:
    Diabetes, Druckulkus, Intelligente Diabetische Socke

Kommentar

  • Ernährung zur Verbesserung der Wundheilung

    K. Quaijan, Z. Babadagi-Hardt, K. Kröger

    Wund Management 2015; 9 (1): 11–14.

    Der Kommentar stellt eine Ergänzung zum Artikel „Ernährung und Wundheilung aus der Ausgabe 6/2014 von Madeleine Gerber dar und bezieht sich auf die S-3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) zur „Klinischen Ernährung in der Chirurgie“, die in Zusammenarbeit mit der GESKES, der AKE, der DGCH, der DGAI und der DGAV erstellt wurde (Stand 31.12.2013). Daher geben wir nachfolgend die Auszüge aus dieser Leitlinie, die zur Wundheilung Stellung nehmen, wieder und bitten um ihre Kommentare.

Fallbeispiel

  • Leitungswasser – ein unterschätztes Risiko für Patienten mit chronischen Wunden! Ein Fallbericht einer Patientin mit Ulcus cruris venosum aus einem Privathaushalt

    U. Bergjohann, C. Hampel-Kalthoff

    Wund Management 2015; 9 (1): 15–18.

    Das Fallbeispiel beschreibt eine Patientin im häuslichen Umfeld mit chronischen Wunden und den Wundstatus nach Spülung mit Leitungswasser. Die Patientin spülte ihre Wunden mit Leitungswasser ohne Kenntnis der damit verbundenen Risiken einer Infektion mit Feuchtkeimen. Bei der nachfolgenden Untersuchung fand sich ein multiresistenter Pseudomonas aeruginosa sowohl in der Wunde als auch in dem Leitungswasser. Die Autoren empfehlen daher dringend die Nutzung von endständigen Sterilfiltern zur Wundspülung mit Leitungswasser. Die Einhaltung von Hygienevorschriften ist für Patienten mit chronischen Wunden besonders wichtig.

    Schlüsselwörter:
    Leitungswasser, Wundheilung, Wundinfektion, Pseudomonas aeruginosa, Körperhygiene, sterile Filter

Pflegelexikon

  • Inkontinenz Assoziierte Dermatitis (IAD)

    L. Göpel, K. Protz

Cochrane Pflege Corner

  • Früher versus später Verbandwechsel nach primärem Verschluss von sauberen chirurgischen Wunden

    E.-M. Panfil

Images

  • Thrombangiitis obliterans

    J. Dissemond, K. Kröger

  • Die AG Odenwald/Buchen beim 4. weltweiten Antidekubitustag

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • ICW-Arbeitsgruppe Bad Kissingen gegründet

  • Die AG Frankenberg beim 4. weltweiten Antidekubitustag

  • Neues vom ICW e. V. Wundsiegel

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Der neue Vorstand der SAfW D-CH stellt sich vor

  • Anerkennung von Wundambulatorien durch die SAfW

  • Update Kapitel Rückerstattung im Wundmaterialkompendium

Wundnetz Kiel e. V.

  • Antidekubitustag in Kiel

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Bericht von der 51. Mitgliederversammlung des Wundzentrum Hamburg e. V.

Veranstaltungsbericht

  • 5. Internationaler Wundkongress D-A-CH-EE „Ratio et emotio“ in Regensburg