Cover der Ausgabe Wundmanagement 2/2014

Wundmanagement 2/2014

Ältere Ausgaben

Über die Zeitschrift

Aktuelles

  • Freiburger Pharmazeutinnen haben die Wirkung eines natürlichen Extrakts aufgeklärt

  • Nachruf: Zum Gedenken an Dr. Elmar Schäfer

  • Schweißdrüsen heilen Wunden

  • Erstmals im Labor Haut mit Blut- und Lymphgefäßen erzeugt

  • "Versorgungsprobleme bei Dekubitus lösen"

Originalarbeit

  • Zur Ermittlung des Sauerstoffstatus chronischer Unterschenkelgeschwüre sind mehrere wundnahe transkutane Messungen des Sauerstoffpartialdrucks rund um die Wunde unerlässlich: Dazu ein typisches Fallbeispiel

    W. K. R. Barnikol, H. Pötzschke

    Einleitung: Chronische Problemwunden sind häufig Unterschenkelgeschwüre, die trotz üblicher leitliniengerechter Behandlung nicht heilen und innerhalb von z. B. 12 Wochen keine Heilungstendenz zeigen, also eine sogenannte Therapie-Resistenz zeigen. Erfahrungsgemäß betrifft dies bis zu etwa 30 % aller Unterschenkelgeschwüre. Üblicherweise wird aber bei solchen Geschwüren der Sauerstoffstatus der Wunde nicht ermittelt. Eine hypoxische Wunde ist automatisch therapieresistent, denn ohne ausreichend Sauerstoff kann keine Wunde heilen.
    Methoden: Zur Erkennung und quantitativen Charakterisierung haben wir deshalb auf Basis der Polarographie ein neues klinisch praktikables, transkutanes Mess-Verfahren zur Erfassung einer Wundhypoxie entwickelt. Das Verfahren zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass simultan und an verschiedenen Stellen rund um die Wunde ganz nahe am Wundrand gemessen wird. Mit diesem neuen Verfahren erwiesen sich in einer Studie alle 17 untersuchten chronischen Wunden mit chronisch-venöser Insuffizienz (CVI) als mehr und weniger hypoxisch.
    Ergebnisse: Anhand eines typischen Fallbeispiels eines Ulcus arteriosum zeigen wir hier, dass sich gewisse Standard-Mess-Stellen der transkutanen Sauerstoffmessung (ursprünglich gewählt zur Ermittlung der Amputationshöhe) für die Entdeckung einer Wundhypoxie nicht eignen, sondern dass dazu der Sauerstoffpartialdruck ganz nah am Wundrand – und wegen der enormen Sauerstoff-Inhomogenität mehrfach rund um die Wunde – gemessen werden muss. Andernfalls können die Ergebnisse irreführend sein.
    Diskussion: Erweist sich eine chronische Problemwunde als hypoxisch, dann ist sie nicht unbedingt therapieresistent; es ist aber dann unerlässlich, zu ihrer Heilung für eine Steigerung der lokalen Sauerstoffzufuhr zu sorgen.

    Schlüsselwörter:
    Chronische Problemwunden, Ulcus cruris arteriosum, Lokale Haut-Hypoxie

Übersichtsarbeit

  • Major-Amputationen in Deutschland

    F. Santosa, T. Moysidis, S. Kanya, Z. Babadagi-Hardt, B. Luther, K. Kröger*

    Einige Länder berichten in den letzten Jahren über eine Abnahme der Amputationsrate. Wir haben daher nach Daten gesucht, die eine Aussage über die Amputationsraten in Deutschland zulassen. Auf der Basis der DRG-Daten erhielten wir dazu vom Statistischen Bundesamt detaillierte Listen aller Amputationen, die zwischen 2005 und 2010 als Majoramputation (OPS 5-864) bzw. Minoramputationen (OPS 5-865) in Krankenhäusern durchgeführt wurden. Danach gab es in Deutschland eine signifikante Abnahme der Majoramputationsraten von 27,0 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2005 auf 22,9 im Jahre 2010 (15,2 %, p << 0,001) bei Männern und von 19,7 im Jahre 2005 auf 14,4 im Jahr 2010 (26,9 %, p << 0,001) bei Frauen. Die Rate der Minoramputationen hingegen zeigt keine Abnahme, sondern erhöhte sich bei Männern von 47,4 in 2005 auf 57,8 im Jahr 2010 (21,9 %, p = << 0,001) und blieb bei Frauen nahezu unverändert (23,1 im Jahr 2005 und 23,9 im Jahr 2010, nicht signifikant). Im Alter über 80 Jahre war der Rückgang der Majoramputationen noch ausgeprägter: bei Männern von 216 bis 150 (30,5 %) und bei Frauen von 168 auf 117 (30,4  ). Zusammenfassend zeigen die vorliegenden Daten für Deutschland eine Zunahme von Minoramputationen möglicherweise als Ausdruck einer zunehmenden Häufung von Fußläsionen in der Gesamtbevölkerung, aber einen konsistenten Erfolg im Kampf gegen die Majoramputation mit einem deutlichen Rückgang in den Majoramputationsraten in Deutschland in den Jahren von 2005 bis 2010.

    Schlüsselwörter:
    Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Amputation, diabetisches Fußsyndrom, DRG statistics

Methoden

  • Standard für die Publikation von Fallstudien

    E.-M. Panfil

Pflegeorientiertes Fallbeispiel

  • Sich Kümmern und interdisziplinäre Zusammenarbeit – Ein Fallbeispiel eines Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom aus der Hausarztpraxis

    I. Schriever

Blickpunkt

  • Das ICW e. V. Wundsiegel – Zertifzierung von Wundbehandlungseinrichtungen

    W. Tigges*, H. Diener, T. Karl, E.S. Debus, V. Gerber, M. Augustin, M. Stücker, J. Hoffmann, J. Dissemond

Pflegelexikon

  • Versorgungsmöglichkeiten in verschiedenen Wundstadien, Teil 7: Spezielle Wundauflagen

    K. Protz

Cochrane Pflege Corner

  • Präoperative Haarentfernung zur Reduktion postoperativer Wundinfektionen

    E.-M. Panfil, J. Beuer, N. Ivanovic

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Einladung zur Mitgliederversammlung 2014

  • ICW e. V. in China präsent

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • World Alliance for Wound and Lympoedema Care (WAWLC)