C. Schwarzkopf
M. Kütemeyer
Im Rahmen der Kooperation von Plastischer Chirurgie, Allgemeinchirurgie und Psychosomatik im St. Agatha Krankenhaus in Köln wurde das Phänomen einer biographischen Genese verzögerter Wundheilung entdeckt und ihre Symp-tomdynamik zwischen 1990 und 2000 systematisch erforscht. Die Arbeitshypothese lautete, dass das Innenleben der Betroffenen den Beginn und den Verlauf der Wunde wesentlich mitbestimmt. Die nicht heilende Wunde weist auf eine verborgene seelische ‚Wunde’ hin. Paradoxe klinische Phänomene, z. B. die Öffnung und Vergrößerung der Wunde nach initialer Heilung, exzessive Wundsekretion ohne Infektionszeichen, fluktuierende Schmerzen und Schwellungen, werden als Versuche des Körpers, traumatische Erfahrungen „mitzuteilen”, verständlich. Durch Erzählen und Verstandenwerden – interpretierbar als seelisches Debridement – kommt eine Entsorgung pathogener, als Fremdkörper wirkender (Schuld-)Introjekte zustande, so dass die körperliche Wunde überflüssig wird und sich schließen kann.
C. Schwarzkopf
K. Kröger
Eine systematische Literatursuche in der Datenbank Pubmed unter den Stichworten Wundheilung und Emotionen ergab 69 Treffer, für Wundheilung und Psychische Störungen 77 Treffer, für Wundheilung und Soziale Unterstützung 103 und für Wundheilung und Depressionen 239. Die hier dargestellten 5 Publikationen zu randomisierten kontrollierten Studien, die gezielt über die Heilungsverläufe der Wunden berichten, zeigen, dass es eine systematische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gibt und man den Einfluss des Gefühlslebens auf die Wundheilung nicht ignorieren kann Bei allen Studien handelt es sich um artifizielle akute Wunden. In wie weit diese Ergebnisse auf Patienten mit chronischen Wunden übertragen werden können, bleibt unklar.
A. Schwarzkopf
Verminderung von Stress, Schmerzstillung und Fiebersenkung sind bekannte Aspekte der Wundheilung. Aber wie wirken sie? Die Auswirkungen von Eu- und Distress auf die Infektabwehr ergeben sich aus den jeweils produzierten Hormonen, die Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel und die Verteilung und Proliferation von Abwehrzellen haben. Abwehrzellen können mittels bestimmter Interleukine ihrerseits die Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse stimulieren. Schmerzstillung soll einerseits ungestörten Schlaf garantieren, denn Schlafmangel hat direkte Auswirkungen auf bestimmte Abwehrzellen. Andererseits soll eine fortschreitende Entzündung verhindert werden. Schon relativ geringer Stress kann die Wundheilung verzögern und Einfluss auf lokale Abwehr und Mikroorganismen-Besiedlung nehmen, was eine für jeden Patienten individuell geplante Strategie zur Stressminimierung indiziert erscheinen lässt.
K. Lustig
K. Protz
A. Schwarzkopf
Besuch im Therapiezentrum Chronische Wunden (TCW) in Lahr
7. Konsensuskonferenz „Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“
Jubiläumskongress: 10 Jahre Gandersheimer Modell am 11. Oktober in Bad Gandersheim
15. Roundtable „Update Diabetisches Fußsyndrom“ im Kurhaus Wiesbaden
Gründungskongress des Wundverbundes Nord am 27. September 2008 in Itzehoe