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Aktuelle Ausgabe

Wundmanagement 1/2017

Aktuelle Ausgabe >>

  • Das Alter als Limite im Therapieentscheid? Ethische Aspekte
  • Spezielle Aspekte der Dermatologie sowie Grundlagen der Hautpflege bei Patienten im höheren Lebensalter
  • Mehr Qualität und Effizienz in der Versorgung chronischer Wunden

Aktuelles >>

  • WHO-Leitlinie: Empfehlungen zur Reduktion postoperativer Wundinfektionen und Resistenzen
  • Datenannahme Qesü-RL: Beschluss zur Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung tritt in Kraft
  • Wunddialog des BVMed: Wundversorgung braucht bessere Rahmenbedingungen
  • „Wunden(r) gibt es immer wieder ...“

Ethische Aspekte in der Wundbehandlung >>

Das Alter als Limite im Therapieentscheid? Ethische Aspekte

M. Mäder

WundManagement 2017; 11 (1): 7–10

Schlüsselwörter: Ethik, Moral, Werte, Alter, Therapieentscheidung

In einer Welt mit vielen medizinisch-technischen Möglichkeiten und bei einem Fehlen einer einheitlichen Hierarchie von Werten entstehen Dilemmata, welche für jeden einzelnen Menschen individuell zu lösen sind. Die Wertediskussion im Gesundheitswesen ist heute ein wichtiger Teil der interprofessionellen Zusammenarbeit. In dem nachfolgenden Beitrag werden einfache, grundlegende Werkzeuge beschrieben, die im Alltag zur Bearbeitung eines Dilemmas beigezogen werden können, um ethisch reflektierte Entscheidungen treffen zu können. Ein kurzer „Refresher“ über die Grundlagen der Ethik als Teil der Philosophie soll dazu dienen, die alltägliche Aufgabe der Dekubituspflege des alten Patienten und die daraus möglicherweise auftretenden Fragen zu lösen.

Übersicht >>

Spezielle Aspekte der Dermatologie sowie Grundlagen der Hautpflege bei Patienten im höheren Lebensalter

T. Eberlein

WundManagement 2017; 11 (1): 11–14

Schlüsselwörter: Hautpflege im Alter, Altershaut, Ekzem

Hautalterung ist ein grundsätzlich bereits früh einsetzender Prozess, der jedoch meist erst im höheren Lebensalter tatsächlich manifest wird. Hautprobleme im Alter treten in diesem Rahmen auf und werden ebenso häufig als Nebenbefund vieler wundkausaler Erkrankungen gefunden. Gerade bei Wundpatienten werden Trockenheits- (Xerose-) Zustände z. B. durch Ödeme und durch weitere typische Begleitfaktoren (z. B. Alter, immunologisches Defizit, allgemeine nutritive Situation, vaskuläre Interferenz, vegetative Neuropathie u. a.) ausgelöst, unterhalten und verschlimmert. Klinisch findet sich dabei fast obligatorisch eine Xerosis cutis (Hauttrockenheit), welche durch zusätzliche Schädigungsbilder verschlechtert bzw. überlagert werden kann. Für den Fall einer toxisch-irritativen oder kontaktallergischen Auslösung des Geschehens kann Symptomfreiheit nur durch das konsequente (und dauerhafte) Meiden der auslösenden Noxen erreicht werden. Hautpflege kann unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse wesentlich mehr sein als nur eine flankierende Pflegemaßnahme. Sie muss jedoch konsequent angewendet und langfristig eingesetzt werden. Der Charakter der Pflege muss an den konkreten Rückfettungsbedarf und die Akuität der bestehenden Hautveränderungen angepasst werden, ausreichend rückfeuchtend (rehydrierend) wirken, pH-neutral sein und allergologisch möglichst unbedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Bei bereits vorbestehender Sensibilisierung müssen alternative Produkte genutzt werden und verfügbar sein.

Fallbeispiel >>

Wundheilungspotenzial der alternden Haut – Oder wie man eine akute Wunde nicht zur chronischen Wunde werden lässt

D. Baer

WundManagement 2017; 11 (1): 15–16 

Anwendungsbeobachtung >>

Effektives Debridieren mit der Mikrowasserstrahl-Technologie (MWT): Eine retrospektive klinische Anwendungsbeobachtung bei 90 Patienten mit akuten und chronischen Wunden

M. Reber, P. Nussbaumer

WundManagement 2017; 11 (1): 17–24

Schlüsselwörter: Wundbettvorbereitung, Debridement, Hydrochirurgie, Mikrowasserstrahl, chronische Wunden, Wundflächenreduktion

Ziel: In dieser klinischen Anwendungsbeobachtung soll untersucht werden, ob das Wunddebridement mit der Mikrowasserstrahl- Technologie (MWT) eine effiziente Methode ist, welche die Wundheilung fördert. Das Endziel ist das Erreichen einer Wundflächenverkleinerung (Reepithelialisation) unter der Anwendung der MWT. Durch das Debridement soll die akute oder die chronische Wunde einen Heilungsstimulus erhalten. Neben der verwendeten Mikrowasserstrahl- Technologie sind weitere wasserstrahlbasierte Systeme verfügbar.

Methode: Aus zwei Wundambulatorien (Kantonsspital Obwalden, Spital Lachen) wurde über einen Zeitraum von 3 Jahren die Behandlungsprotokolle von Patienten retrospektive ausgewertet, bei denen die Wunddebridements von diversen Wundarten mit der MWT durchgeführt wurden. Alle, bis auf ein Patient, konnten ambulant behandelt werden. Es wurden Patienten jeglichen Geschlechts und Alters einbezogen. Bei schmerzhaften Wunden wurde ein Lokalanästhetikum eingesetzt.

Resultate: Die retrospektive Datenauswertung erfolgte bei 90 Patienten (46 männlich, 44 weiblich) im mittleren Alter von 68,5 Jahren (17 bis 93 Jahre) mit 95 unterschiedlichen Wunden. 58 Wunden heilten während einer medianen Behandlungszeit von 59 Tagen (8.4 Wochen) im Wundambulatorium ab. Die mediane Behandlungszeit aller 95 Wunden betrug 39 Tage (5.6 Wochen); die durchschnittliche Restwundgröße betrug 6.1 cm2. Die Reduktion der Heilungszeit gegenüber herkömmlichen Wundbehandlungsmethoden betrug ca. 30%.

Fazit: Aus der Anwendungsbeobachtung resultiert, dass bei den selektionierten Patienten mit vorwiegend chronischen und teils hartnäckigen Wunden mit der MWT ein evidentes, gewebeschonendes, gut steuerbares und zeitsparendes Wunddebridement für die ambulante Anwendung mit gutem Heilungserfolg durchgeführt werden kann. Es bestand jederzeit eine hohe Patientensicherheit und Nebenwirkungen traten keine auf. Die MWT ist mit anderen Hydrochirurgie- Systemen vergleichbar.

Blickpunkt >>

Mehr Qualität und Effizienz in der Versorgung chronischer Wunden

M. Gehoff, M. Augustin

Stellungnahme >>

Ankle-Brachial-Index (ABI) – Köchelarteriendruckmessung

K. Kröger, A. Bültemann, J. Dissemond, V. Gerber, B. Jäger, C. Münter

Lesermeinung und Kommentar zum Thema „Polihexanid" >>

  • Leserbrief zum Artikel von Großkopf V, M. Schanz M: „Polihexanid – Rechtsaspekte einer Risikoeinschätzung“ Wundmanagement 2016; 10 (6): 328–329.
  • Stellungnahme der Autoren des Artikels „Polyhexanid – Rechtsaspekte einer Risikoeinschätzung“ zu dem Leserbrief
  • Erwiderung zum Beitrag „Polihexanid – Rechtsaspekte einer Risikoeinschätzung“ von Volker Großkopf und Michael Schanz (erschienen in: Wund Management 2016; 10(6):328–29 [34])  von A. Kramer*, T. Eberlein, O. Assadian

Pflegelexikon >>

Informationen zum Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), zu Vancomycin resistenten Enterokokken (VRE) und zu Multi-Resistenten Gram-Negativen Keimen (3MRGN/4MRGN), Teil 1

K. Protz

Images >>

Capillaritis alba und Atrophie blanche

J. Dissemond

Nachrichten des ICW e. V. >>

  • Relaunch der Webseite der Initiative Chronische Wunden – Hinweise
  • Neues aus den regionalen Arbeitsgruppen
  • Treffen der Aktiven im ICW e. V. in Göttingen

SAfW-Nachrichten >>

  • Gründung einer SAfW Dachgesellschaft
  • Projekt: Wundspezialisten mit Weiterbildung zur Manuellen Lymphdrainage
  • Nationale Strategie Herz- und Gefäßkrankheiten, Hirnschlag und Diabetes 2017–2024

Wundnetz Kiel e. V. >>

  • „Wie schütze ich mich vor meinen Patienten? – Hygiene aus der Sicht des Pflegenden“

Wundzentrum Hamburg e. V. >>

  • 59. Mitgliederversammlung des Wundzentrum Hamburg e. V. am 8.12.2016