MHP

Aufbereitung in der Praxis 3/2012

Aktuell

  • Sichere Aufbereitung von Medizinprodukten in der Praxis und Klinik. Forum und Fortbildung am 9. Juni 2012 im Klinikum Siloah, Hannover
  • Rouging – ein hygienerelevantes Risiko. Workshop der Merz Hygiene GmbH beim DGKH-Kongress in Berlin
  • Sterilisationsabbruch – Neu verpacken?
  • Instrumentenaufbereitung – aus Fehlern lernen und Qualität entwickeln. Schwerpunktthema Präventivmedizin beim 15. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e. V. (DGfW)
  • Qualifizierungsmaßnahme zum Technischen Sterilisationsassistenten «Fachkunde 1 – DGSV®» wird aktualisiert
  • Dr. Jäkel neues Beiratsmitglied

Hauptarbeiten

  • A. Thielke: Oberflächenveränderungen auf chirurgischen Instrumenten. Analyse der Prozessstörung und die Entwicklung angemessener Gegenmaßnahmen

    A. Thielke

    In der jüngsten Vergangenheit kam es wiederholt zu Beanstandungen von Sterilgütern in deutschen Krankenhäusern. Medizinprodukte wurden nicht korrekt aufbereitet, wodurch insbesondere die Patientensicherheit infrage gestellt war. Um derartige Vorfälle zu vermeiden, bedarf es einer regelmäßigen Überwachung des gesamten Ablaufs, aber auch einer strukturierten Vorgehensweise, sobald Mängel in der Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten festgestellt werden. Die Intention der vorliegenden Arbeit ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der sowohl bei der Beratung zur Anwendung kommen kann, als auch der aufbereitenden Einrichtung ein Handlungsleitfaden sein kann. Die Arbeit beruht ausschließlich auf eigenen praktischen Erfahrungen und Beobachtungen des Verfassers.

  • C. Jäkel: Neue Verwaltungsvorschrift zum Medizinproduktegesetz: Auswirkungen für die Aufbereitung in der Praxis

    C. Jäkel

    Beim Anwenden und Betreiben von Medizinprodukten sind zahlreiche Vorschriften des Medizinprodukterechts zu beachten. Einschlägige Normen sind u. a. im Medizinproduktegesetz (MPG) (1) und in der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) (2) enthalten (3). Kliniken und Arztpraxen, die Medizinprodukte aufbereiten, unterliegen nicht nur der Überwachung durch das Gesundheitsamt (4), sondern auch der Überwachung durch die Medizinprodukte-Überwachungsbehörde, § 26 Abs. 1 MPG (5).

    Ziel des Gesetzgebers ist es seit längerem, die Überwachung von Medizinprodukten zu verbessern. Das betrifft auch die Aufbereitung von Medizinprodukten. Dementsprechend hat das BMG eine Verwaltungsvorschrift zum MPG (MPGVwV) erlassen. Diese richtet sich zwar zunächst an die zuständigen Behörden von Bund und Länder. Die MPGVwV hat aber indirekte Auswirkungen auf die Aufbereitung in der Praxis. So wird der Überwachungsdruck verstärkt. Inspektionen können unangekündigt durchgeführt werden. Im Falle von Verbraucherbeschwerden ist mit zusätzlichen anlassbezogenen Inspektionen und mit der Entnahme von Proben aufbereiteter Medizinprodukte zu rechnen. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass die Inspektoren beim Verdacht einer Straftat die zuständige Staatsanwaltschaft informieren müssen, was unweigerlich ein entsprechendes staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren nach sich zieht. Insgesamt sollte die stärkere Überwachung aber als Chance begriffen werden, im Interesse einer guten Patientenversorgung eine sichere Aufbereitung von Medizinprodukten zu gewährleisten.

Fortbildung

  • Überwachung von Reinigungs- und Desinfektionsautomaten
  • Clostridium difficile

Normen

  • Unbrauchbare Anleitung

Empfehlungen des FA «Qualität»

  • Aufbereitung ophthalmologischer Medizinprodukte (Teil 3)