MHP

Hygiene & Medizin 1&2/2007

Aktuell

  • Infektionsprophylaxe gegen das humane Papillomavirus
  • Gütesiegel für Sterilgutversorgung am Universitätsklinikum Halle
  • Flache Tastaturen sollen MRSA-Gefahr reduzieren
  • Prävention gegen Pilze
  • Masthähnchen sind häufig mit Salmonellen infiziert
  • Neue Perspektiven für die Einführung von Medikamenten gegen AIDS

Übersicht

  • Wie präsentiert man am besten MRSA-Daten?

    I. F. Chaberny*, P. Gastmeier

    Hyg Med 2007; 32 [1/2]:10–14

    Die täglichen Herausforderungen beim Umgang mit multiresistenten Erregern in deutschen Krankenhäusern erfordern nicht nur eine regelmäßige Überprüfung der etablierten Präventionsmaßnahmen. Sie verlangen auch das Entwickeln und Initiieren von neuen Präventionsstrategien. Dazu ist es notwendig, die Daten des fraglichen Krankenhauses zu erfassen, interpretieren und mit Referenzdaten vergleichen zu können. Bei dieser Surveillance multiresistenter Erreger und der Präsentation der Daten ist es äußerst wichtig, die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Raten zu kennen und interpretieren zu können. Am Beispiel von MRSA – als häufigster multiresistenter Erreger – werden in diesem Artikel die verschiedenen MRSA-Raten dargestellt und erläutert. Das Modul MRSA-KISS liefert seit drei Jahren für das gesamte Krankenhaus Referenzdaten, die im Internet frei zugänglich sind (www.nrz-hygiene.de). Mit Hilfe eines Beispielkrankenhauses wird der Umgang mit MRSA-Daten erläutert, und es wird gezeigt, wie diese im Vergleich zu Referenzdaten effektiv präsentiert werden können.

Aus der Praxis

  • Patientenversorgung bei legionellenhaltigem Wasser

    M. Thieves*, Y. Schmitt

    Hyg Med 2007; 32 [1/2]: 16–21

    Die Untersuchung des Wassernetzes ist für alle öffentlich zugänglichen Wasserstellen gefordert (TrinkwV) und muss von den örtlichen Gesundheitsämtern kontrolliert werden. Dabei werden besonders bei älteren oder weit verzweigten Warmwassernetzen häufig Legionella spp. gefunden, wozu Legionella pneumophila sowie zahlreiche weitere Arten gehören. Ein Infektionsrisiko für die Nutzer ergibt sich immer dann, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: 1. Legionellen gelangen als Aerosol in die Lunge und 2. die aufgenommene Bakterienzahl reicht aus, um die eigene Körperabwehr zu überwinden. Die Schwierigkeit für den Hygieniker besteht nun darin, bei der Kontamination des Wassernetzes mit Legionellen, das Gesundheitsrisiko der Nutzer in Abhängigkeit von deren Immunlage abzuschätzen. Nur so können sinnvolle Maßnahmen ergiffen und überzogene Anordnungen vermieden werden. Als langfristige Maßnahme steht die Sanierung des Wassernetzes im Vordergrund, kurzfristig müssen mindestens Nutzungseinschränkungen erwogen werden. Im Pflegebereich bietet sich die Auswahl aus einer breiten Palette an Einzelmaßnahmen an, angefangen von einem Duschverbot bis hin zu einem ausschließlichen Kontakt mit sterilem bzw. sterilfiltriertem Wasser. Zur Bewertung und Risikoeinschätzung bestand bisher nur eine Tabelle des DVGW in dem technischen Arbeitsblatt W 551 sowie Fachliteratur mit unterschiedlichen Angaben bis hin zu einem Wert von 0 Legionellen pro 1.000 ml [1]. Die Sanierungsmaßnahmen und Nutzungseinschränkungen orientierten sich dabei nach der jeweiligen Anzahl der nachgewiesenen Legionellen und bezogen sich auf gesunde Nutzer mit intakter Immunlage. Eine im Juli 2006 erschienene Empfehlung des Umweltbundesamtes gibt durch die Klassifizierung verschiedener Einrichtungen von Sportstätten bis hin zu Hochrisikobereichen innerhalb der Krankenhäuser eine Differenzierung für Bewertung, Maßnahmen, Kontrolluntersuchungen und Sanierung vor. Als herausragender Einzelwert sorgt dabei die Einstufung „1 Legionelle pro 100 ml Wasser = Gefahrenwert in Hochrisikobereichen“ für erhebliches Aufsehen, denn damit wird der bisherige Orientierungswert des DVGW um den Faktor 10.000 verkleinert und auf die untere Nachweisgrenze der Standardlegionellendiagnostik herabgestuft. Da dieser Wert selbst in neuen und vollständig korrekt nach den technischen Vorgaben des DVGW erbauten Wassernetzen auftreten kann, sollten Nutzungseinschränkungen im Pflege- und Betreuungsalltag frühzeitig erwogen und für den Einzelfall abgestuft festgelegt werden.

     

DGKH

  • Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Robert Meierhans
  • Prävention von Wundinfektionen und Therapieoptionen für infizierte Wunden – Fortbildungsveranstaltung der DGKH

VAH

  • Mitteilung des VAH Nr. 1/2007

    Toxikologische Neubewertung von Formaldehyd

  • Neuwahl des VAH-Vorstandes

Blickpunkt

  • Norovirus-Infektionen: Gegenwärtig starke Ausbreitung in Deutschland
  • Fragen und Antworten zur Möglichkeit einer Impfung gegen Rotaviruserkrankungen

Referate

  • Influenza-Impfung: Was hält Klinikmitarbeiter von der Impfung ab?

Weiterbildung

  • Hygienebeauftragte/r in Pflegeheimen: Erfahrungen & Eindrücke über die Zusatzqualifikation an der Wannsee-Akademie in Berlin