MHP

Hygiene & Medizin 9/2007

Aktuell

  • Zu einem Ausbruch von Chikungunya-Fieber in Italien
  • Impfstoff-Entwicklung gegen Epstein-Barr-Virus
  • Helicobacter pylori bedroht den Magen aber beschützt die Haut
  • Wildfleisch als Quelle für EHEC-Infektionen unterschätzt
  • Ausschreibung KHK-Stiftungspreis 2008
  • Bakterien testen ihre „Fitness“ an Medikamenten

Übersicht

  • Katheterdrainage der Harnblase – Stand der Technik und Bedeutung für die Infektionsprävention

    H. Piechota*, J. Pannek

    Hyg Med 2007; 32 [9]: 336–344

    Die Entwicklungen auf dem Gebiet der Katheterdrainage der Harnblase waren in den letzten Jahren durch überwiegend materialtechnische Neuerungen und durch „Tipps & Tricks“ in der praktischen Anwendung charakterisiert. Die verfahrenstechnischen Standards des Katheterismus stehen fest und werden nachfolgend in einer detaillierten Übersicht zusammengefasst. Ferner wird die Harndrainage durch Blasenkatheter unter besonderer Berücksichtigung klinisch-praktischer und hygienisch-infektiologischer Aspekte dargestellt. Dabei werden nach den Kriterien der „Evidence Based Medicine“ (EBM) die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, des vormaligen Bundesgesundheitsamtes (jetzt RKI), des Arbeitskreises „Krankenhaus- und Praxishygiene“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), des Arbeitskreises „Infektiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Uro-logie (DGU), die Guidelines der Centers for Disease Control and Prevention sowie die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie und wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre unter Einbeziehung des Nationalen Referenzzentrums für Krankenhaushygiene berücksichtigt.

    Harnwegsinfektionen zählen auch heute noch mit einem Anteil von 30 bis 40 Prozent zu den häufigsten nosokomialen Infektionen. Sie sind in bis zu 90 (!) Prozent, also fast immer mit einem Katheter ursächlich assoziiert. Ein vorrangiges Ziel im Umgang mit Harnwegskathetern ist daher die Prävention Katheter-assoziierter nosokomialer Harnwegsinfektionen, welche nicht nur von großer individueller, sondern auch infektiologischer und sozio-ökonomischer Bedeutung ist. Dies erfordert die Entwicklung und Umsetzung moderner individualisierter Konzepte zur Katheterdrainage des Harntrakts sowie praktikabler Surveillance-Strategien, in die alle beteiligten Fachdisziplinen und Berufsgruppen eingebunden sein müssen. Da der Umgang mit Harnwegskathetern zunehmend von medizinischem Assistenzpersonal, Pflegediensten oder den Patienten selbst und ihren Angehörigen übernommen wird, müssen zur Gewährleistung einer bestmöglichen Versorgung umfassende und kontinuierliche Schulungsmaßnahmen erfolgen.

Aus der Praxis

  • Bronchoskopisches Zusatzinstrumentarium: Kategorisierung und Aufbereitung

    W. Popp*

    Hyg Med 2007; 32 [9]: 345–347

    Über Infektionen durch Bronchoskopien gibt es nur wenige Daten, wobei allerdings auch eine Untererfassung möglich erscheint. Während die Aufbereitung der Bronchoskope relativ klar geregelt ist, gilt dies nicht für das Zusatzinstrumentarium. Der Artikel klassifiziert die wichtigsten Zusatzinstrumentarien in Aufbereitungs-Kategorien gemäß Robert Koch-Institut (RKI) und gibt Empfehlungen, wann aufbereitet und wann Einmalartikel eingesetzt werden sollten.

VAH

  • Desinfektionsmittel-Kommission im VAH – Mitteilung Nr. 5 / 2007

Referate

  • Antimikrobiell beschichtete Harnwegskatheter: Eine effektive Technologie zur Vermeidung von Harnwegsinfektionen?
  • Postoperative Harnwegsinfektionen nach transurethraler Prostataresektion: Was leistet ein neuer Punkte-Score?

Blickpunkt

  • Ein regionales Netzwerk zur Prävention und Kontrolle von Infektionen durch MRSA: EUREGIO MRSA-net Twente / Münsterland

Fragen aus der Praxis

  • Intra- und postoperative Versorgung von Stomata

Veranstaltungen

  • 4. Hygiene Forum Bonn