MHP

Hygiene & Medizin 10/2009

Aktuell

  • Grippeschnelltests bei „Neuer Grippe“ weniger geeignet
  • Neue Influenza: STIKO-Empfehlung
  • RUB wird Referenzzentrum „Gram-negativer Krankenhauserreger“
  • Warum Infusionen krank machen können
  • Mangel an ausgebildeten Infektiologen in Deutschlands Kinderkliniken

Übersicht

  • Händehygiene: Gift für die Haut?

    Harald Löffler, Günter Kampf

    Irritative Hautveränderungen, welche von unspezifisch trockenen Händen bis zum manifesten Handekzem reichen können, sind im Gesundheitsdienst an der Tagesordnung. Ursächlich dafür sind berufsspezifische Handlungen, so

    u. a. auch Maßnahmen der Händehygiene. Unter den Betroffenen halten viele insbesondere die alkoholische Händedesinfektion für besonders problematisch, da diese nicht selten auf schon geringen irritativen Hautveränderungen brennende Sensationen hervorrufen kann. Hautphysiologische Untersuchungen konnten aber beweisen, dass das klassische Händewaschen deutlich schädigender für die Haut ist als die alkoholische Händedesinfektion. Da darüber hinaus ekzematöse Haut stark keimbesiedelt ist, sind die richtigen Maßnahmen der Händehygiene (inclusive Hautschutz und Hautpflege) nicht nur wichtig für den Anwender, sondern auch relevant für die Reduktion der nosokomialen Infektionen. In Aus- und Weiterbildung sollten diese Erkenntnisse den Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes weitervermittelt werden.

     

    Hyg Med 2009; 34 [10]: 377–380

Aus der Praxis

  • Hygienebeauftragte in der Pflege – ein Konzept für die Praxis

    Matthias Württemberger, Constanze Wendt

    Die Zunahme von multiresistenten Erregern, die erhöhten Anforderungen an Medizinprodukte und deren Aufbereitung, die Erfassung von nosokomialen Infektionen und der allgemein zunehmende Zeit- und Ressourcenmangel im Gesundheitswesen sind einige Punkte, die die Anforderungen an die Krankenhaushygiene stetig steigen lassen. Viele Probleme lassen sich lösen oder treten nicht auf, wenn Informationen rechtzeitig zwischen den Abteilungen und den Zuständigen für Hygiene ausgetauscht und besprochen werden. Hygienebeauftragte in der Pflege (HBPs) ergänzen das Hygieneteam in besonderem Maße, da sie als Ansprechpartner vor Ort einerseits Probleme schneller erkennen und andererseits bei der Umsetzung von Vorgaben auf der Station unterstützen können. Voraussetzung ist aber, dass gewisse Rahmenbedingungen geschaffen werden und diese in einer Arbeitsanleitung verbindlich festgelegt werden. Entscheidend ist hierbei der Kontakt zur Hygienefachkraft (HFK), die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch und zur Fortbildung, sowie der Informationsfluss zur Leitungsebene und der Hygieneabteilung. Am Universitätsklinikum Heidelberg wurde im Rahmen eines Projektes ein Konzept zur Implementierung von HBPs erstellt und umgesetzt. Nach dreijähriger Praxis hat sich gezeigt, dass die HBPs eine sinnvolle Ergänzung des Hygieneteams darstellen.

     

    Hyg Med 2009; 34 [10]: 381–385

Empfehlung

  • Präambel zum Kapitel D, Hygienemanagement, der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

    Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

  • Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

    Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

DGKH

  • Maßnahmenplan für MRSA in Gesundheitseinrichtungen

    Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/ Rehabilitation“

VAH

  • Fragen und Antworten: Desinfektion / Hygiene beim Bestatter bzw. bei Thanatopraxie

    VAH

Referate

  • Standardarbeitsanweisungen zum Infektionsmanagement

Veranstaltungen

  • 6. Hygiene Forum Bonn „Medizinprodukte – Antibiotika – Management"