MHP

Hygiene & Medizin 4/2011

Aktuell

  • Neue Chancen für beatmete Patienten
  • Staphylococcus aureus nutzt Tarnkappe
  • Kabinett beschließt Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes
  • Verleihung des 1. Europäischen Innenraumhygiene-Preises

  • Untersuchung der Reichweite von ready-to-use-Tüchern zur Wischdesinfektion von Oberflächen

    M. Peters, J. Heidel, K. Steinhauer

    Hintergrund: Im Rahmen dieser Untersuchung wurde die Reichweite bei der Verwendung von ready-to-use-Wischtüchern zur Flächendesinfektion untersucht, da für eine wirksame Wischdesinfektion eine gute Benetzung der Oberfläche mit Wirkstofflösung maßgeblich ist.

    Methode: In einem Praxistest von wirkstoffgetränkten Wischtüchern (ready-to-use wipes) zur Flächen-Wischdesinfektion wurde untersucht, wie groß die ununterbrochen mit Wirkstofflösung benetzbare Fläche pro Tuch ist („Reichweite“).

    Ergebnisse: Es zeigte sich, dass die maximal möglichen Reichweiten variieren und es konnten zum Teil erhebliche Unterschiede in der Reichweite bei Tüchern mit vergleichbarer Wirkstoffbasis festgestellt werden. Des Weiteren wurden mit wirkstoffgetränkten Wischtüchern auf Grundlage von quaternären Ammoniumverbindungen im Vergleich zu den Reichweiten bei Wipes auf alkoholischer Grundlage insgesamt größere Reichweiten erzielt.

    Schlussfolgerung: Neben der chemischen Zusammensetzung der Wirkstofflösung (alkoholisch oder wässrig) spielt insbesondere das Aufnahme- und Abgabevermögen des Tuches in Bezug auf die Wirkstofflösung eine wichtige Rolle für die erzielte Reichweite. Die Größe des Tuches ist dabei von untergeordneter Bedeutung, wie in den Untersuchungen gezeigt werden konnte.

     

    HygMed 2011; 36 [4]: 128–133

Aus der Praxis

  • Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen: Positive Erfahrungen mit dem Konzept Hygienebeauftragte in der Pflege

    U. Heudorf, I. Mauritz, M. Sold

    Die neue Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“ aus dem Jahre 2009 gibt je nach Krankenhausstruktur Bedarfszahlen für Hygieniker, Hygienebeauftragte Ärzte und für Hygienefachkräfte in Kliniken an. Hygienebeauftragte in der Pflege werden erwähnt und ihr Aufgabenprofil dargestellt, jedoch wird betont, dass das Konzept der Hygienebeauftragten in der Pflege sich in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch in der Entwicklung befindet. In Deutschland fehlt bislang ein standardisiertes Curriculum und publizierte Erfahrungsberichte sind rar. Vor diesem Hintergrund wird das in den Frankfurter Diakoniekliniken – Standort Markuskrankenhaus und Diakonissenkrankenhaus – seit 2006 etablierte Hygienekonzept mit Hygienebeauftragten in der Pflege und Hygieneassistenten vorgestellt. Die Erwartungen, die das Haus bei der Etablierung des Konzepts hatte, nämlich durch Einbindung speziell geschulter Pflegekräfte auf den Stationen die Kenntnisse und die Verantwortung für die Belange der Hygiene auf mehrere Schultern zu verteilen und damit die Durchdringung und Umsetzung zu verbessern, haben sich nicht nur aus Sicht des Hauses selbst voll erfüllt. Nach Einführung dieses Konzepts wurde auch bei der Rezertifizierung nach KTQ eine deutliche Qualitätsverbesserung in der Hygiene dokumentiert und auch in der externen Bewertung im Rahmen der Routinebegehungen des Gesundheitsamtes wurde dem Haus ein überdurchschnittlich gutes Hygienemanagement zuerkannt. Die positiven Ergebnisse der Hygienebegehungen durch das Gesundheitsamt sowie die Verbesserungen in der KTQ-Bewertung bestätigen dieses Konzept als eine gute Möglichkeit für ein angemessenes Hygienemanagement im Krankenhaus.

     

    HygMed 2011; 36 [4]: 134–140

Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

  • Hygienemaßnahmen bei Liquorpunktionen, Liquorableitungen und Injektionen am ZNS

VAH

  • Berufsbilder der Angewandten Hygiene: Fachkrankenschwester/-krankenpfleger für Hygiene und Infektionsprävention

Blickpunkt

  • Aufbereitung unkritischer Medizinprodukte – wirklich unkritisch?

    E. Greef-Kossack

  • DART – gemeinsam Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie – eine Zwischenbilanz des RKI

    I. Noll, T. Eckmanns

Referate

  • Händehygiene bei Patienten mit resistenten Erregern: Höhere Compliance vor oder nach Patientenkontakt?

    H.-T. Panknin

Veranstaltungen

  • 21. Freiburger Hygiene- und Infektiologiekongress: Händehygiene, multiresistente Erreger und Krankenhaushygieneverordnungen im Fokus

Jobbörse

  • Krankenhaus Barmherzige Brüder in München, Hygienefachkraft