MHP

Hygiene & Medizin 6/2011

Aktuell

  • MRSA bleibt in Altenheimen oft unerkannt
  • Exotische Stechmücken und tropische Viren in Deutschland auf dem Vormarsch
  • Kaltes Plasma soll die mikrobiologische Sicherheit von Obst und Gemüse erhöhen
  • Zucker gegen gefährliche Bakterien

Übersicht

  • Motivation und Kommunikation zur Verbesserung der Compliance bei der Händehygiene

    B. Meyer

    HygMed 2011; 36 [6]: 232–236.

    Die Bedeutung der Händehygiene zur Vermeidung von Infektionen im Gesundheitswesen ist unumstritten. Dennoch ist die Umsetzung entsprechender Empfehlungen und Richtlinien immer noch problematisch. Die beobachtete Compliance ist in nahezu allen Fällen unbefriedigend. Die Voraussetzung für eine Verbesserung der Compliance, wie das zur Verfügung stellen von Händedesinfektionsmitteln an allen relevanten Orten, müssen von der jeweiligen Einrichtung geschaffen werden. Ein frühzeitiges Einbringen dieses Themas in die ärztliche Ausbildung ist erforderlich. Bei Maßnahmen zur Verbesserung müssen Besonderheiten des Lernprozesses bei Erwachsenen und entsprechende Kommunikationsstrategien berücksichtigt werden. Diese Übersicht soll dazu Anregungen geben. Beispiele von Sicherheitskultur aus anderen Bereichen können ebenfalls hilfreich sein.

     

     

  • Behördliche Eingriffsrechte bei Mängeln der Medizinprodukteaufbereitung in einer ZSVA

    C. Jäkel

    HygMed 2011; 36 [6]: 237–240.

    Berichte über freiwillig oder behördlich angeordnete Schließungen von Zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen (ZSVA) werfen die Frage auf, welche Maßnahmen Behörden im Zusammenhang mit dem Betrieb einer ZSVA ergreifen dürfen und was aus derartigen Anordnungen folgt. Betriebe und Einrichtungen, in denen Medizinprodukte aufbereitet werden, unterliegen der behördlichen Überwachung. Neben der Überwachung durch das Gesundheitsamt ist die Überwachung durch die Medizinprodukteüberwachungsbehörden getreten. Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für die öffentliche Gesundheit, Sicherheit oder Ordnung darf die zuständige Behörde eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört – soweit der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gewahrt ist – auch die Schließung von Betrieben oder Einrichtungen. Der Beitrag stellt die Voraussetzungen behördlicher Maßnahmen und ihre Folgen unter praxisrelevanten Gesichtspunkten dar.

     

     

Aus der Praxis

  • Hygienisch-mikrobiologische Probleme wasserführender Bedienungselemente von Dentaleinheiten – Teil II: Fallstudie einer Dekontamination

    Th. Kistemann, S. Völker, S. Vogel, J. Gebel

    HygMed 2011; 36 [6]: 241–244.

    In einer Fallstudie konnte die gute Wirksamkeit einer kontinuierlichen, zentralen chemischen Desinfektion mit hypochloriger Säure in einer hochreaktiven Form gegenüber vorheriger dezentraler Desinfektion mit H2O2 gezeigt werden. Die Umstellung auf eine zentrale Maßnahme stellt auch insofern einen Fortschritt dar, als Steuerung und Kontrolle dieser Einheit wesentlich zuverlässiger erfolgen können als bei dezentralen Systemen. Eine solche zentrale Desinfektionsmaßnahme aber muss als Teil eines umfassenden Hygienekonzepts verstanden werden, welches außer einer effizienten Desinfektion die Verwendung geeigneter Materialien, Spülung und Vermeidung von Stagnation, Pflege und Wartung sowie Schulung des Personals und hygienisch-mikrobiologische Kontrollen umfassen. Eine gute Compliance des zahnärztlichen Personals ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg.

     

     

VAH

  • Mitteilung Nr. 2/2011: Desinfektionsmittel-Liste des VAH
  • Mitteilung Nr. 3/2011: VAH-Mitteilung zu unlauterer Werbung

Spezial

  • Zum EHEC/HUS-Ausbruch in Deutschland

Blickpunkt

  • Zum Umgang mit MRSA-Patienten in deutschen Krankenhäusern

    M. Hilgenhöner, T. Lieske, D. Hansen, U. Teichert-Barthel, W. Popp

Referate

  • Reduktion nosokomialer Infektionen durch „Bündel“-Programme

    T. Panknin

  • Sedierung von Beatmungspatienten

    T. Panknin

Leserforum

  • Anwendung von antimikrobiell wirksamen Mitteln im Haushalt

Veranstaltungen

  • 9. Ulmer Symposium Krankenhaushygiene
  • 5. Kolloquium „Medizinische Instrumente – Aufbereitung, Werterhalt, Wiederverwendung
  • Fortbildung für Endoskopiefachkräfte, Bad Bramstedt, 04. Mai 2011