MHP

Hygiene & Medizin 12/2011

Aktuell

  • EHEC-Ausbruch 2011: Empfehlungen zum Umgang mit Sprossen
  • Infektionen? Nein danke! Wir tun was dagegen!
  • Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist gesunken
  • Schutz vor schwerer Malaria geklärt
  • Rudolf-Schülke-Stiftung: Verleihung des Hygiene-Preises und der Hygieia-Medaille 2011
  • Führender Hygieniker geehrt
  • Validierung von Verpackungsprozessen

Übersicht

  • Hygiene im Gesundheitswesen in der Mongolei

    Walter Popp*, Jörg Spors, Patrick Kreuz

    HygMed 2011; 36 [12]: 488–492

    Die Mongolei in Zentralasien ist rund viereinhalb Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und zählt mit ca. 2,7 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 1,5 Personen pro Quadratkilometer zu den am dünnsten besiedelten Ländern. Gleichzeitig gehört der zwischen Russland und China gelegene Binnenstaat zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde. Durch den derzeit massiv vorangetriebenen Abbau von Bodenschätzen wird in den nächsten Jahren viel Geld in das Land fließen und es stark verändern. Derzeit befindet sich das öffentliche Gesundheitswesen in einem desolaten Zustand. Im Rahmen eines deutsch-mongolischen Projektes der Gesundheitsministerien (MeshHp-Projekt) wird versucht, die hygienische Situation in zwei Pilot-Krankenhäusern und im Rettungsdienst der Hauptstadt zu verbessern. Nach einem Jahr sind erste Erfolge zu verzeichnen: Das Personal der Krankenhäuser wird gegen Hepatitis B geimpft, alkoholische Händedesinfektionsmittel wurden eingeführt und die hygienische Schulung massiv ausgeweitet.

Aus der Praxis

  • Steigerung des Verbrauchs an Händehygienedesinfektionsmittel nach Einführung berührungsfreier Desinfektionsmittelspender

    Simone Scheithauer*, Thomas Schwanz, Alexander Koch, Helga Häfner, Vedranka Krizanovic, Sebastian Lemmen

    HygMed 2011; 36 [12]: 494–496

    Um den potenziellen Einfluss berührungsfrei zu bedienender Händedesinfektionsmittelspender auf die Compliance mit der Händehygiene zu evaluieren, wurde eine prospektive Beobachtungsstudie auf einer medizinischen Intensivpflegestation des Universitätsklinikums Aachen durchgeführt. Nach Einführung der neuen Spender stieg die Zahl der Händedesinfektionen pro Patiententag um durchschnittlich 53 % von 34 (Min: 31; Max: 37) auf 52 (Min: 42, Max: 65) an. Am häufigsten wurden die patientennahen Spender benutzt mit einem Anstieg von 42 (Min: 40; Max: 46) auf bis zu 82 (Min: 52; im Mittel: 68) täglichen Aktionen an dem Spender pro Patiententag (+95 %). Die Steigerung konnte dabei über zwölf Wochen beobachtet werden. Zusammenfassend können berührungsfreie Händedesinfektionsmittelspender ein Element zur Steigerung der Compliance mit der Händehygiene darstellen.

     

DGKH

  • Methode zur Überprüfung der Reinigungsleistung in Reinigungs-Desinfektionsgeräten für flexible Endoskope
  • Stellungnahme der DGKH: Tragen von Kopftüchern bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen

VAH

  • VAH – Fragen und Antworten: Händedesinfektionsmittel für Kinder

Blickpunkt

  • Priorisierung übertragbarer Infektionserreger unter dem Aspekt der Surveillance und epidemiologischen Forschung

Referate

  • Gibt es eine Korrelation zwischen Deckenfeldgröße und postoperativer Infektionsrate?
  • Checkliste reduziert die katheterassoziierte Infektionsrate

Veranstaltungen

  • 6. Mainzer Hygienetag
  • Fürther-Erlangener-Nürnberger Hygienetag