MHP

Hygiene & Medizin 3/2012

Aktuell

  • Streptococcus tigurinus
  • Nanosilber: Fortschritte in der Analytik, Lücken bei Toxikologie und Exposition
  • Doppelter Impfschutz gegen Hepatitis A und B langfristig wirksam
  • Kontroverse H5N1-Studien weiter unter Verschluss

Übersicht

  • Rezeptor für das binäre Toxin hypervirulenter Clostridium difficile-Stämme entdeckt

    Daniel Hornuss, Panagiotis Papatheodorou

    Clostridium difficile ist einer der häufigsten Krankenhauskeime und gilt aus Hauptauslöser der Antibiotika-assoziierten Diarrhö und der pseudomembranösen Kolitis. Hypervirulente Stämme des Erregers produzieren ein binäres Toxin (Clostridium difficile transferase, CDT), dessen zellulärer Rezeptor erst kürzlich identifiziert worden ist. In der vorliegenden Übersicht werden die Aufnahme und molekulare Wirkungsweise des CDT-Toxins behandelt, sowie aktuelle epidemiologische und therapeutische Aspekte von C. difficile.

    HygMed 2012; 37 [3]: 68–71

Aus der Praxis

  • Weihwasser von Krankenhauskapellen als mögliche Ursache nosokomialer Infektionen

    Hubert Weiß

    Die anhaltende Diskussion um einen effektiveren Schutz vor Krankenhausinfektionen konzentriert sich insbesondere auf die Aktivitäten des Hygienemanagements und auf die Suche nach allen nur denkbaren Möglichkeiten des Eintrags von Krankheitserregern in den klinischen Bereich. In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, ob das Weihwasser der Krankenhauskapelle und die Hand der in das Weihwasser eintauchenden Finger von Kapellenbesuchern auch ein mögliches Reservoir für eine Kontamination von Patienten im klinischen Bereich und der Arbeitsgeräte des Krankenhauses darstellen könnten. Der im Weihwasser gefundene hohe Gehalt an bakteriellen Erregern und nachgewiesenen diversen Bakterienspezies lassen den Schluss zu, dass auch das Weihwasser als ein nicht zu unterschätzender kritischer Kontrollpunkt in das Monitoring und Hygienemanagement einer Klinik einbezogen werden sollte. Es werden Vorschläge zur Erweiterung des Hygienemanagements und zur Reduzierung der Keimzahlen in Weihwassergefäßen erarbeitet. Schließlich werden Haftungsfragen erörtert.

    HygMed 2012; 37 [3]: 72–76

Leitlinie

  • Quantitative Prüfung der viruziden Wirksamkeit chemischer Desinfektionsmittel auf nicht-porösen Oberflächen

    Leitlinie der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) e.V.

    Inhalt

    1. Einleitung

    2. Testviren

    3. Materialien

    4. Carrier-Vorbereitung

    5. Herstellung der Testvirus-Suspensionen

    6 .Zellkultur zum Nachweis nicht inaktivierter Viren (Wiederfindung nach der Einwirkzeit (EWZ))

    7. Herstellung der Produkt-Testlösung

    8. Durchführung der Viruzidie-Prüfung

    9. Kontroll- und Vergleichsversuche

    10. Bestimmung der Infektiosität der Virussuspensionen

    11. Berechnung, Darstellung und Bewertung der Ergebnisse

    12. Prüfbericht

    13. Literatur

     

     

Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

  • Infektionsprophylaxe bei arthroskopischen Operationen

    Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

  • Perioperative Antibiotikaprophylaxe

    Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

DGKH

  • Zu offenen Fragen im Rahmen des EHEC-Ausbruchgeschehens und zu zukünftigen Anforderungen an die Hygiene für Sprossen-verarbeitende Betriebe

    Vorstand der DGKH

VAH

  • Desinfektion von Tastaturen in Arzt- und Zahnarztpraxen

Referate

  • Frühzeitige künstliche Ernährung bei Intensivpatienten