MHP

Hygiene & Medizin 4/2012

Aktuell

  • Krankenhaushygiene: Neue Akademie in Münster bildet dringend benötigte Fachärzte aus
  • Erfolg in der Behandlung der potenziell tödlichen Clostridium difficile-Infektion
  • EHEC: Dauerausscheidern des Ausbruchsstamms O104:H4 kann geholfen werden
  • Tuberkulose in Deutschland: Bewegen wir uns auf eine Trendwende zu?
  • Deutscher Präventionspreis 2012
  • Hohenstein Forscher veröffentlichen Studie über ein vielseitiges Keim-Übertragungsmodell

Übersicht

  • Antimikrobielle Therapie von intraabdominellen Infektionen unter besonderer Berücksichtigung resistenter Erreger bei morbider Adipositas

    Christian Eckmann, Peter Kujath, Hodjath Shekarriz

    Die morbide Adipositas ist ein in zahlreichen Publikationen belegter Risikofaktor für postoperative infektiöse Komplikationen. Intraabdominelle Infektionen (IAI) bilden dabei die zahlenmäßig größte Gruppe. IAI bedürfen meist primär einer chirurgischen Herdsanierung sowie einer parallel zur chirurgischen Therapie eingeleiteten Antibiotikatherapie. IAI weisen meist ein polymikrobielles Erregerspektrum auf, welches aus grampositiven und gramnegativen aeroben und anaeroben Bakterien bestehen kann. Die postoperative und die tertiäre Peritonitis zeichnen sich durch ein selektioniertes Spektrum mit resistenten grampositiven (MRSA, VRE) und gramnegativen (ESBL-Bildner, Carbapenem-Resistenz) Erregern sowie ggf. auch mit Pilzinfektionen aus. Im gramnegativen Bereich stehen nur noch wenige Substanzen zur Verfügung. Das Prinzip der antibiotischen Vielfalt ist ein evidenzbasierter Bestandteil eines als „antibiotic stewardship“ bezeichneten Maßnahmenkataloges, der der Erhaltung der therapeutischen Optionen und der Minderung des Selektionsdrucks in der antimikrobiellen Therapie dient.

     

    HygMed 2012; 37 [4]: 118–123

Aus der Praxis

  • Knackpunkte beim ambulanten Operieren

    Julia Okpara-Hofmann

    Gemäß § 36 (seit 28.7.2011 jetzt § 23) des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz; IfSG) unterliegen u. a. Einrichtungen für ambulantes Operieren der infektionshygienischen Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Hierbei gilt der Grundsatz, dass eine ambulant durchgeführte Operation mit keinem größeren Infektionsrisiko verbunden sein darf als eine stationäre Operation. Seit dem Inkrafttreten des IfSG sind jetzt 10 Jahre vergangen. Dennoch werden bei den infektionshygienischen Überprüfungen durch den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in Einrichtungen für ambulantes Operieren immer noch bestimmte Hygienemängel gefunden, die man als sog. „Knackpunkte“ bezeichnen kann. Die Begehungen zeigen z.B., dass die Informationsangebote der Bundesärztekammer oder der jeweiligen Landesärztekammern von einem Teil der niedergelassenen Praxisbetreiber nicht zur Kenntnis genommen bzw. umgesetzt werden. Für den ÖGD besteht weiterhin die Notwendigkeit, die Einrichtungen für ambulantes Operieren in Fragen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu beraten und deren Umsetzung zu überprüfen (Die fachliche Grundlage hierfür sind die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut; KRINKO). Der Praxisbetreiber muss eigenverantwortlich Hygienemängel erkennen und Korrekturmaßnahmen einleiten können. Im Beitrag wird ein kurzer Überblick über die relevanten gültigen gesetzlichen Vorschriften und den fachlichen Grundlagen aufgezeigt. Anschließend werden der Ablauf einer Begehung beispielhaft beschrieben und häufige Hygienedefizite dargestellt.

     

    HygMed 2012; 37 [4]: 124–130

Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

  • Hygienemaßnahmen bei Gastroenteritis-Ausbrüchen durch Noroviren
  • Infektionsprävention unter der Entbindung

DGKH

  • Maßnahmenplan bei Patienten mit einer Clostridium difficile-Infektion in Pflegeeinrichtungen, Ambulanter Pflege und Reha-Einrichtungen

    Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/Rehabilitation“ der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Referate

  • Nosokomiale Infektionen bei älteren Menschen in Akutkrankenhäusern

Blickpunkt

  • Blended Learning Kurs für Hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte

    S. Huggett

Veranstaltungen

  • 22. Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress „Die postantibiotische Zeit hat begonnen“