MHP

Hygiene & Medizin 10/2016

Aktuelles

  • Doppel-Infektionen machen Erreger aggressiver: Grippe und Lungenentzündung, Wechselspiel mit vielen Variationen
  • Ausschreibung Hygiene-Preis 2018 der Rudolf-Schülke-Stiftung
  • HIV/AIDS: Eine Wurminfektion verdoppelt das Ansteckungsrisiko
  • Schlechte Voraussetzungen für eine Kurzzeittherapie der multiresistenten Tuberkulose in Europa
  • Hygiene- und Rechtsfragen beim Auftreten multiresistenter Erreger
  • Multiresistente gramnegative Bakterien werden zwischen Mensch, Haus- und Wildtier ausgetauscht

Originalarbeit

Untersuchungen zur Keimsedimentation in Operationssälen bei diskontinuierlichem Betrieb von RLT- Anlagen

L. Jatzwauk*, V. Köhler, K. Hochauf-Stange, S. Thomas

Hyg Med 2016; 41(10): D144–D147.

Schlüsselwörter:  Operationssäle, RLT-Anlagen, Anlagenanschaltung, Luftkontamination

Methode: Während der kompletten Abschaltung der raumlufttechnischen Anlagen (RLT- Anlagen) in zwei Operationssälen ohne Operationsbetrieb wurde die Sedimentation von Luftkeimen auf Flächen in den Operationssälen untersucht und mit der Sedimentation während des Operationsbetriebs bei laufender RLT- Anlage verglichen.

Ergebnisse: Obwohl während des Stillstands der RLT- Anlagen ein Einströmen von kontaminierter Luft aus den Vorräumen feststellbar ist, sedimentieren innerhalb von 12 Stunden signifikant weniger Luftkeime auf Flächen im Operationssaal als dies im Op- Betrieb während einer Stunde der Fall ist.

Schlussfolgerungen: Die vollständige Abschaltung der RLT- Anlagen in Operationssälen hat daher keinen wesentlichen Einfluss auf die Kontamination von Flächen in Operationssälen in dieser Zeit.

Übersichtsarbeit

Qualitätssichernde Labor­untersuchungen in der Krankenhaushygiene – Bedeutung und praktische Umsetzung

P. Gleich*, R. Weidemann, D. Stege, I. Inthoff, H. Freidank

Hyg Med 2016; 41(10): D148–D151.

Schlüsselwörter: Krankenhaushygiene, Hygienisch-mikrobiologische Laboruntersuchung, Qualitätssicherung, Akkreditiertes Labor

Qualitätssicherung hat sich in allen Bereichen unserer Gesellschaft durchgesetzt und ist ein wesentliches Merkmal zum Nachweis, dass eine Leistung auf einem bestimmten Niveau durchgeführt wurde. In der Krankenhaushygiene ist Qualitätssicherung gesetzlich vorgeschrieben, denn Defizite können weitreichende medizinische und juristische Bedeutung haben. Dementsprechend sind die Träger einer Klinik oder medizinischen Einrichtung dafür verantwortlich. Zur Dokumentation der meist vorgegebenen Qualität sind i. d. R. hygienisch-mikrobiologische Laboruntersuchungen notwendig. Diese hygienisch-mikrobiologischen Untersuchungen und deren Dokumentation müssen ebenfalls nach bestimmten Qualitätskriterien durchgeführt werden.

 

 

AWMF

  • Händedesinfektion und Händehygiene

Arbeitskreis Krankenhaus- und Praxishygiene der AWMF

VAH

  • VAH-Methode 18 zur Prüfung der sporiziden Wirksamkeit gegenüber C. difficile

Blickpunkt

Händehygiene: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der KRINKO- und der AWMF-Empfehlung

A. Kramer

Referate

  • Hautantiseptik vor ZVK-Anlage: Einreiben der Insertionsstelle bringt keinen Vorteil

Veranstaltungen

  • DGHM-Kongress: Neue Entwicklungen in der Mikrobiologie und Krankenhaushygiene