MHP

Wundmanagement 1/2009

Blickpunkt

  • Brandwunden – Psychosoziale Folgen für die Betroffenen

    R. Heeß

Übersichtsarbeit

  • Die Pathophysiologie der Brandwunde

    C. Ottomann, B. Hartmann

    Jeder fünfte Mensch erleidet während seines Lebens eine behandlungsrelevante Brandwunde. Brandwunden entstehen durch Flammeneinwirkung, Kontakt mit heißen Oberflächen oder Gasen, durch Strom oder Lichtbogenverletzungen, durch Strahlung sowie durch Verbrühen mit heißen Flüssigkeiten. Die Kenntnis der pathophysiologischen Vorgänge ist dabei eine Voraussetzung für die erfolgreiche Therapie des Verbrennungstraumas. Die folgende Abhandlung gibt einen Überblick über die lokale und daraus entstehende systemische pathophysiologische Reaktion des Körpers auf eine thermische Schädigung. Aus den immunologischen Vorgängen auf zellulärer Ebene wird die Entstehung des systemic inflammatory response syndrome (SIRS) und der sich daraus entwickelnden Sepsis im Rahmen des Verbrennungstraumas erklärt.

  • Die Behandlung tiefer Verbrennungsverletzungen

    H. Menke

    Verbrennungen gehören zu den häufigsten Verletzungen. Tiefdermale oder die ganze Haut zerstörende Verbrennungen werden operativ behandelt. Dies beinhaltet eine Entfernung der avitalen verbrannten Hautanteile und die Wiederherstellung der Oberflächenintegrität mit einer Spalthauttransplantation. Eine frühzeitige Intervention vermindert das Risiko infektiöser Komplikation und kann wesentlich zur Optimierung des späteren Narbenbildes beitragen. Eine optimale Behandlungsstrategie erfordert den Einsatz des gesamten „Burn-Teams“, d. h. von spezialisierten Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten und Psychologen sowohl in der Akut- als auch Nachbehandlung.

  • Langfristige Therapie von Verbrennungsnarben

    H. Ziegenthaler

    Innovative Verfahren in der Plastischen Chirurgie ermöglichen es, die Barrierenfunktion der Haut nach schwerem thermischem Trauma wiederherzustellen. Im Ergebnis verbleibt eine zumeist großflächige Narbe, die versucht, sich über den Prozess der Narbenreifung den physiologischen Funktionen der Haut anzunähern. Wie dieser bis zu 24 Monate dauernde dynamische, von individuellen und äußeren Faktoren bestimmte Prozesse gezielte zu unterstützen ist, beschreibt dieser Artikel. Neben der täglichen Narbenpflege mit Reinigung und Fetten sind es die regelmäßige Narbenmassage und eine konsequente Kompressionstherapie, welche einer hypertrophen Narbenbildung entgegen wirken. Begleitend kommen Silikone sowie verschiedenste physikalische und pharmazeutische Methoden zur Anwendung.

  • Wundbehandlung bei Verbrennungen – So nicht!

    K. Kröger

    Verbrennungen bedürfen einer frühzeitigen und spezifischen Behandlung, sonst ist die Prognose ungünstig. Die Patientencompliance ist eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Therapie. Grade bei Patienten mit diabetischer oder alkoholischer Polyneuropathie ist diese Compliance häufig nicht immer gegeben. Die Gefährdung der Füße durch lokale Verbrennungen wird von dieser Patientengruppe in der Regel verkannt.

Pflegelexikon

  • Wunden nach Verbrennungen

    K. Protz

Der „Erreger des Monats"

  • Schimmelpilze

    A. Schwarzkopf

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • - Den Kinderschuhen entwachsen: Renommierte Krankenkassen

    - zeigen Interesse an ICW Wundkursen

    - Treffen der Anbieter von ICW-Wundkursen am 12.12.2008 in Kassel

    - Neues aus den regionalen Arbeitsgruppen der ICW e. V.

    - Neujahrstreffen der ICW e. V. in Bad Gandersheim am 16./17.1.2009

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • - Gemeinsame Informationsveranstaltung Wundzentrum Hamburg e. V. mit dem Netzwerk Diabetischer Fuß Hamburg am 12.11.2008

    - Mitgliederversammlung des Wundzentrums Hamburg vom 4.12.2008

    - 30 Jahre Chirurgische Praxis in Hamburg Harburg

Aktuelles

  • EU-Projekt zur Gewinnung von Chitosan aus Krabbenpanzern
  • Einsatz von biomimetischen Klebstoffen für die Medizinforschung
  • Dekubitusforum: Bei Hilfsmitteln gegen Dekubitus Qualitätsaspekte berücksichtigen

Veranstaltungsbericht

  • - AMPU VITA e. V. wird als „Ort im Land der Ideen” ausgezeichnet

    - 5 Jahre Dekubitusprojekt in Essen: Jubiläum und Preisverleihung

    am 27.11.2008