MHP

Wundmanagement 4/2009

Übersichtsarbeit

  • Die Zulassung der Vakuumversiegelungstherapie in Deutschland – medizinhistorischer Rückblick und Prognose

    M. Augustin

    Hintergrund:

    Die Vakuumversiegelungstherapie (VVS) wird weltweit seit über 15 Jahren mit zunehmender Häufigkeit zur Therapie eines breiten Spektrums akuter und chronischer Wunden eingesetzt. Sie findet insbesondere bei schlecht heilenden Wunden sowie zur Vermeidung und Behandlung von Wundkomplikationen Anwendung. Ihr Einsatz muss phasengerecht und unter Berücksichtigung der individuellen Wundheilungsfaktoren erfolgen.

    In Deutschland ist die VVS akuter und chronischer Wunden insbesondere in den Kliniken weit verbreitet. Für den ambulanten Bereich wurde im Jahre 2002 durch die IKK ein Antrag an den Bundesausschuss Ärzte und Krankenkassen auf Prüfung der Zulassungsvoraussetzung für die VVS gestellt. Bis heute haben weder der Bundesausschuss noch in der Nachfolge der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) über diesen Antrag abschließend entschieden. Häufig kommt es daher zu Behandlungsbrüchen, wenn die stationär begonnene Vakuumtherapie ambulant nicht fortgeführt werden kann. Ein im November 2007 vom GBA beschlossenes und seit März 2008 rechtskräftiges Modellvorhaben zur VVS ist bis Juni 2009 noch nicht gestartet worden.

Blickpunkt

  • Zum Einsatz der Unterdrucktherapie im ambulanten Bereich

    E. Schäfer

Fallbeispiel

  • Anwendungsbeobachtung von einer neuen Form der lokalen Unterdrucktherapie „Suprasorb CNP“

    M. Bruckner, M. Schmitz, T. Eberlein, T. Wild*

  • Erfahrungsbericht mit einem neuen „Controlled Negative Pressure System“

    N. Mustafi, M. Schmitz*

  • TNP-Therapie – Flexibel, benutzerfreundlich und erfolgreich

    F. Houben

  • Wundbehandlung einer Patientin mit Wundheilungsstörungen nach Operation mit dem TNP System WoundASSIST

    A. Probst

    Die ersten veröffentlichten Fallberichte zur Behandlung von Wunden mit einem Topisch Negativen Druck (TNP) stammen aus dem Jahr 1952 durch Raffl, 1955 [2] durch Silvis et al. [3] und 1957 durch Moloney [1]. Während die klinischen Vorteile der TNP-Therapie sich etablierten, wurden verschiedene Methoden für die Anwendung der Therapien entwickelt. In diesem Fallbeispiel wird über die Behandlung einer Wundheilungsstörung bei einer Patientin mit Ovarialkystome beidseitig und CUP-Syndrom mit Peritonealkarzinose im kleinen Becken mit dem WoundASSIST® TNP System (Firma Arjo/Huntleigh) berichtet.

Aus der Praxis

  • Lokale Wundschmerztherapie mit Ibuprofen

    H. Braunwarth

    Rund 3–4 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Wunden und ein Großteil dieser Wunden sind schmerzhaft. Der Wundschmerz wird oftmals nur unzureichend beachtet und behandelt. Bei der systemischen Therapie des Wundschmerzes sind die möglichen Nebenwirkungen, wie Magen-Darm-Ulzera und Nierenversagen zu beachten und insbesondere bei Patienten mit chronischen Wunden auch relevant. Eine gleichwohl verträgliche und effektive Behandlungsoption für die Behandlung des Wundschmerzes mit lokal verfügbarem Ibuprofen, Biatain Ibu Schaumverband, steht zur Verfügung und wird hier näher vorgestellt.

Pflegelexikon

  • Exsudatmanagement, Teil 2

    K. Protz

Der „Erreger des Monats"

  • Mycobacterium leprae

    A. Schwarzkopf

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • 1. Kieler Wundsymposium vom 4.3.09
  • Vorstellung der regionalen Arbeitsgruppe Nordhorn
  • Informationen von der Mitgliederversammlung am 7. Mai 2009
  • Neue Broschüren der ICW e. V. erhältlich

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Mitgliederversammlung des Wundzentrums Hamburg vom 18.6.2009

Nachrichten des Wundverbundes Südwest e. V.

  • Bericht über den 18. und 19. Roundtable des Wundverbundes Südwest e. V. in Karlsruhe und Tettnang und weitere Aktivitäten 2009

Aktuelles

  • Ratgeber „Dekubitusversorgung“
  • Natürliches Bleichmittel fördert Heilungsprozess
  • BVMed-Konferenz zur ambulanten Wundversorgung a, 29. September 2009
  • Symposium „Die infizierte Problemwunde“

Kongressbericht

  • Bremer Kongress 6./7. Mai in Bremen
  • 19. Konferenz der EWMA vom 21.–23.05.09 in Helsinki