MHP

Wundmanagement 5/2010

Aktuelles

  • Axolotl: Forscher untersuchen Heilungsprozesse in neuem Zentrum
  • Selbsthilfegruppe Akne inversa Deutschland
  • Mängel in der Versorgung für Brandverletzte beseitigen
  • Händedesinfektion schützt besser vor Darminfektionen und Erkältungen als erwartet

Übersichtsarbeit

  • Update DFS 2010: Neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie

    H. Reike

    Die Ergebnisse der EURODIALE-Studie zeigen erneut die besondere Bedeutung der PAVK für für Behandlungsergebnisse und Mortalität beim Krankheitsbild des Diabetischen Fußsyndroms (DFS). Die invasive Diagnostik der PAVK wird in den deutschen Zentren häufiger angewandt als in den übrigen europäischen Zentren.

    Die exakte Diagnostik der bakteriellen Ostitis ist besonders wichtig, da eine rein konservative Behandlung ohne operative Resektion des infizierten Knochens möglich erscheint, aber nur wenn die dazu notwendige antibiotische Therapie auf Kulturen aus Knochenbiopsien gegründet ist. Zusätzlich kann die histologische Untersuchung die Diagnose sichern.

    Eine sichere invasive Gefäßdiagnostik und endovaskuläre Therapie ist für Patienten mit Niereninsuffizienz und DFS mittels ia DSA oder Angio-MRT wegen der nephrotoxischen bzw. eine systemische Fibrose auslösenden Kontrastmittel eingeschränkt oder unmöglich. Hier bietet die CO2-Angiographie eine wertvolle Alternative.

    Für Patienten, bei denen alle Möglichkeiten der Revaskularisierung ausgeschöpft sind, bieten die autologe Knochenmarktransplantation und die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) zusätzliche Möglichkeiten.

  • Versorgung des diabetischen Fußes aus der Sicht eines interdisziplinären Gefäßzentrums

    G. Rümenapf, K. Amendt

    Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine Spätfolge des Diabetes mellitus. Häufig besteht eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK). Trotz intensiver Bemühungen um Prävention, frühzeitige Diagnostik und stadiengerechte Behandlung führt es bei den ca. 8 Millionen Diabetikern in Deutschland zu jährlich 20.000 Majoramputationen. Viele davon wären vermeidbar, wenn rechtzeitig an eine Verbesserung der arteriellen Durchblutung gedacht und der Entstehung von Fußläsionen oder Rezidivulcera vorgebeugt würde. Bei konsequenter Therapie des DFS in interdisziplinären Zentren einschließlich einer aggressiven arteriellen Revaskularisation kann die Amputationsrate um 80 % gesenkt werden. In der vorliegenden Arbeit wird die leitliniengerechte Diagnostik und Therapie des neuro-ischämischen DFS aus der Sicht eines solchen interdisziplinären Gefäßzentrums beschrieben.

Blickpunkt

  • Die Bedeutung des Wundtherapeuten bei der Behandlung des Diabetes bedingten Fußsyndroms

    V. Gerber

  • Spielregeln in der Wundversorgung am Beispiel des Wundzentrums Hamburg e. V. und des Netzwerkes Diabetischer Fuß Hamburg e. V.

    W. Sellmer für den Vorstand des Wundzentrums Hamburg e. V.

    Wie es bundesweit üblich ist, orientieren sich auch Hamburgs „Wundbehandler“ an den AWMF-Leitlinien der Fachgesellschaften. Um diese „lebbar“ zu machen, um Lücken zu schließen, die diese lassen (z. B. Lokaltherapie, Umsetzung) oder um Themen zu regeln, zu denen es keine fachgesellschaftlichen Einigungen gibt, werden durch eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Arbeitsgruppe („Standardgruppe“), vereinsverbindliche Regelungen getroffen und nach externer „Überprüfung“ vom Vereinsvorstand in Kraft gesetzt. Diese Vorgehensweise sichert den Patienten eine hochwertige und zeitgemäße Versorgungsqualität und den Mitgliedern im Verein eine Grundlage für Versorgungsverträge und eine erhöhte Sicherheit gegenüber rechtlichen Angriffen zu. Die Mitglieder des Wundzentrums Hamburg e.V. und des Netzwerks Diabetischer Fuß Hamburg e. V. stellen sich dem bundesweiten Dialog und laden andere Versorger und Wundnetze ein, von ihren Standards zu profitieren.

Pflegelexikon

  • Hautpflege und -schutz

    K. Protz

Vernetzte Strukturen

  • Das Wundzentrum Nordwest g. e. V. stellt sich vor

    R. Reise

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Universitätslehrgang „ Wound Care Management“ jetzt mit 500 EUR Rabatt für ICW e. V.-Mitglieder
  • Treffen des Förderkreises der ICW e. V. am 2. Juli in Hamburg
  • 1. Quedlinburger Wundtag am 13.11.2010
  • Mitgliedsbeiträge der ICW e. V.

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Workshop „Außergewöhnliche Wunden – Diagnostik und Therapie“ am 20.08.2010 in Hamburg
  • Arbeitsgruppe Patientenbroschüren veröffentlicht Broschüre zur Kompression

Nachrichten des Wundverbundes Südwest e. V.

  • 25. Roundtable des Wundverbund Südwest e. V. am 7.7.2010 im Achat-Hotel, Offenbach

Nachrichten des Wundzentrums Nord g. e. V.

  • Die Plastische Chirurgie und der Wundverbund Nord e. V. – die interdisziplinäre Behandlung von chronischen und komplexen Wunden