MHP

Wundmanagement 3/2012

Aktuelles

  • Deutsche Diabetes Gesellschaft zertifiziert Praxen, Ambulanzen und Kliniken
  • Diabetischer Fuß: Ignorieren kommt teuer
  • ALTENPFLEGE 2012 erfolgreich beendet
  • Gründungsversammlung des Wundnetz Saar am 19.04.2012 in Saarbrücken
  • Rekordbesuch bei Pflege- und Wundkongress in Bremen

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Mitgliederversammlung am 1. März – Vorträge

Wundnetz Kiel e. V.

  • 8. Mitgliederversammlung am 7. Februar

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Quick-Alert® – Spannungsblasen durch postoperative Verbände

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Erweiterung des §63 SGB V, Pflegeweiterentwicklungsgesetz – Der Beschluss des gBA – Stellungnahme der Initiative Chronische Wunden (ICW e. V.)
  • WundWiki der ICW seit 1. Mai online
  • Deutscher Wundpreis in Bremen verliehen
  • Aus den regionalen Arbeitsgruppen
  • Die ICW e. V. unterstützt den Aktionstag gegen Dekubitus am 16.11.2012

Pflegelexikon

  • Dekubitusprävention: Neues zur Risikoeinschätzung, druckverteilenden Hilfsmitteln und Hautpflege sowie Ernährung

    G. Schröder

Fallbeispiel

  • Wunddébridement mit Debrisoft®: Eine Fallberichtserie dermatologischer Patienten mit chronischen, stark schmerzhaften Ulzerationen unterschiedlicher Genese

    M. Weindorf, J. Dissemond

    Einleitung: Das Débridement stellt eine wesentliche Säule in der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden dar und ist essentiell um weiterführende therapeutische Maßnahmen einleiten zu können. Die Durchführung eines mechanischen Débridements ist für die Patienten jedoch oft mit starken Schmerzen verbunden, so dass entweder kein radikales Débridement durchgeführt werden kann oder eine Analgesie bis hin zu operativen Eingriffen in Intubationsnarkose notwendig ist. Für Patienten bei denen insbesondere festhaftende Fibrinbeläge aus Wunden entfernt werden müssen, stellt das aus Polyester-Monofilamentfasern bestehende Debrisoft® eine neue schmerzarme therapeutische Option dar.

    Material und Methoden: In unserer Fallberichtserie stellen wir fünf Patienten einer dermatologischen Klinik mit sehr schmerzhaften chronischen Wunden der unteren Extremität vor. Bei den Patienten war ein Pyoderma gangraenosum, eine Epidermolysis bullosa dystrophica, ein Ulcus cruris hypertonicum Martorell, ein Ulcus cruris metabolicum sowie ein gramnegativer Fußinfekt diagnostiziert worden. Bei allen Patienten war ein chirurgisches Débridement aufgrund der ausgeprägten Schmerzhaftigkeit in lokaler Anästhesie nicht möglich. Um einen operativen Eingriff in Intubationsnarkose zu vermeiden, wurde bei diesen Patienten ein Débridement mit Debrisoft durchgeführt.

    Ergebnisse: Bei allen Patienten war eine schmerzarme, nahezu vollständige Abtragung der Fibrinbeläge mittels einmaliger Anwendung von Debrisoft® ohne weitere analgesierende Maßnahmen möglich.

    Schlussfolgerung: Das Débridement mittels Debrisoft® stellt insbesondere bei Patienten mit sehr schmerzhaften chronischen Wunden mit ausgeprägten Fibrinbelägen eine nicht-invasive und daher sichere, schmerzarme Alternative dar. Diese neue Therapieoption kann auch ohne größeren materiellen oder zeitlichen Aufwand ambulant durchgeführt werden.

Kasuistik

  • Feuerwerk mit Folgen – Erfolgreicher Einsatz eines Polyester-Monofilamentfaser-Produktes für die Entfernung von Schmaucheinsprengungen

    I. Stoffels, J. Dissemond, J. Klode

    Wir berichten in dieser Fallvorstellung über die Behandlung eines 17-jährigen Patienten aus unserer Notaufnahme. Bei dem Patienten war es in der Silvesternacht zu einer gesichtsnahen Feuerwerkskörperexplosion mit Schmaucheinsprengungen gekommen. Diese wurden mittels eines neuartigen Produktes aus Polyester-Monofilamentfasern (Debrisoft®) in Lokalanästhesie erfolgreich entfernt. Da bei solchen Befunden ansonsten oft chirurgische Abtragungen in Teil- oder Vollnarkose notwendig sind, stellt die Behandlung mit Debrisoft® eine neue, wenig belastende und unkomplizierte Therapieoption für Patienten mit Schmaucheinsprengungen dar.

Grundlagen

  • Zu den chemischen Grundlagen der Wirkung von Steralythen

    J. Lorberth, W. Massa

    Kochsalz-Diaphragmalyseprodukte finden in der Behandlung von Wunden bereits seit längerer Zeit und in ganz unterschiedlichem Umfang Anwendung. Obwohl das Prinzip der Herstellung gut beschrieben ist und auch eine größere klinische Erfahrung in der Anwendung vorliegt, kann im Hinblick auf die Grundlagen und Effekte dieser Substanzen ein Wissensdefizit festgestellt werden, was zu teilweise sehr unwissenschaftlicher Betrachtung dieser Substanzen führt. Diese Informationslücke soll hier durch Klarstellung der naturwissenschaftlichen Grundlagen geschlossen werden.

Vernetzte Strukturen

  • Innovativer Vertrag zur Integrierten Versorgung von chronischen Wunden startet in Hamburg

    M. Stendera

Übersichtsarbeit

  • Stellenwert der Unterdruckbehandlung in der Therapie von chronischen Wunden

    H. Lawall, W. Tigges

Blickpunkt

  • Versorgungsprobleme und ihre mögliche Überwindung bei der Behandlung chronischer Wunden

    E. Schäfer

  • Regressangst bestimmt die Wundbehandlung?

    B. Roth

Veranstaltungsbericht

  • 4. Kieler Wundsymposium
  • 3. ICW-Süd/HWX Kongress vom 6.–8. März 2012 in Würzburg