MHP

Wundmanagement 5/2012

Aktuelles

  • Greifswalder forscher behandeln chronische Wunden bei Haustieren erfolgreich mit kaltem Plasma
  • 3. Pflegepreis des Universitätsklinikums Regensburg
  • Aktuelle Daten zur Häufigkeit nosokomialer Infektionen

Veranstaltungsbericht

  • 22. EWMA-Konferenz in Wien

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Mitgliederversammlungam 6. September 2012

Nachrichten des Wundverbundes Südwest e. V.

  • 31. Roundtable des Wundverbund Südwest e.V. am 20.06.2012 auf Schloss Kapfenburg

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Die Gewinner des SAfW-Posterpreises bei der EWMA-Konferenz 2012 in Wien

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • | Nationaler Antidekubitustag am 16.11.2012 – Die Initiative Chronische Wunden e. V., die Deutsche Dekubitus Liga e.V. und der Deutsche Pflegeverband e. V. fordern dringend Verbesserungen!
  • Nationaler Antidekubitustag – Wundexperten werden aktiv
  • Lernbegleitbuch zum Kurs „Wundexperte ICW“
  • Neues aus den Arbeitsgruppen
  • Neues zum ICW e. V. Wundsiegel

Pflegelexikon

  • Wundspülung, -antiseptik, -dischen und Co.

    K. Protz

Pflegeorientiertes Fallbeispiel

  • Alle für Eine(n) – Berufsgruppen und deren Zusammenwirken in der Patientenversorgung

    S. Niemerszein, K. Hoernicke für die ICW e.V. Arbeitsgruppe Berlin

Originalarbeit

  • Objektivierte/objektivierbare Beurteilung von Heilungsvorgängen beim Dekubitus

    W. Niebel, M. Henning, M. Heuer, G. Sotiropoulos, N. Lehmann

    Es wird ein Scorezur Beschreibung der Wundheilung von Dekubitalulzera vor-gestellt, der immer wieder auftretende „Eigenschaften“ der Wunde über die Zeit wertet. Dabei zeigt sich eine signifikante Korrelation zwischen Score und der gemessenen Wundtiefe. Diese retrospektiven Daten müssen prospektiv überprüft werden, um die Anwendbarkeit des Scores zu bestätigen.

  • Adaptives Gewebe mit druckgesteuerter Steifigkeit

    M. Feierabend, M. Fremerey, S. Griebel, H. Witte, L. Zentner

    Lagerungssysteme für immobilisierte Patienten müssen den Druck auf komprimiertes Gewebe erkennen und reduzieren können, um Dekubitus effektiv vorzubeugen. Für ein neuartiges, adaptives Lagerungssystem wurde ein mehrfachgewölbter nachgiebiger Mechanismus nach dem Vorbild der Schneckententakelbewegung entwickelt. Charakteristische Merkmale dieses mittels FE-Simulationen ausgelegten Mechanismus sind: ein großer Hub bei niedriger Bauhöhe, eine Anpassung des Aktuators an die Körperkontur sowie eine durch Variation des Innendrucks veränderbare Steifigkeit. Der momentane Prototyp umfasst neun solcher pneumatisch angetriebenen Mechanismen mit integrierter Dünnschicht-Drucksensorik. Hierdurch kann die Verteilung des Druckes erfasst werden. Entsprechend der ermittelten Verteilung ist der Prototyp in der Lage Stimulationsmuster zu erzeugen und/oder die durch äußere Kräfte erzeugte Druckverteilung über die Mechanismen zu ändern. Die nächsten Schritte bestehen in der Durchführung von weiteren Tests zur gezielten Einstellung und Optimierung der Druckverteilung für die Prävention von Dekubitus und der Vereinfachung sowie Automatisierung des Herstellungsprozesses des Lagerungssystems.

Blickpunkt

  • Hygienefachliche und -rechtliche Bewertung der Anwendung von Leitungswasser als Wundspüllösung

    A. Schwarzkopf*, B. Assenheimer, A. Bültemann, V. Gerber, H.D. Hoppe, K. Kröger für den Vorstand der Inititative Chronische Wunden e. V.

Übersichtsarbeit

  • Bakterielle Biofilme – Teil 1: Vorkommen, Entstehung und Mechanismen
  • Entwicklung von Inzidenz und Prävalenz des Dekubitus im Essener Dekubitusprojekt ab 2003

    J. Stausberg, M. Nonnemacher

    Der Dekubitus stellt auch 2012 unverändert eine Herausforderung in der stationären Versorgung dar, sowohl bezüglich seiner Verhinderung als unerwünschtes Ereignis im Krankenhaus als auch in seiner angemessenen Behandlung. Aus dem interdisziplinären Dekubitusprojekt am Universitätsklinikum Essen liegen seit 2003 Zahlen zur Häufigkeit eines Dekubitus in einem Krankenhaus der Maximalversorgung vor. Diese wurden im Rahmen eines kontinuierlichen Qualitätsmanagements mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung der Prävention gewonnen. Hierbei zeigt sich seit 2006 ein Anstieg insbesondere der bei Aufnahme beobachteten Dekubitalgeschwüre. Als Erklärungsansätze wurden ein zunehmendes Alter sowie eine Zunahme des Anteils von Patienten mit Operationen beobachtet. Die Zielvorstellung beim Qualitätsmanagement wird sich daher von der Senkung der Häufigkeit des Dekubitus auf eine Stabilisierung der Präventionsergebnisse bei Zunahme von Risiken verschieben müssen, wobei auch der Einfluss von Systemveränderungen wie kürzere Liegezeiten und Personalabbau zu diskutieren sind. Die Möglichkeiten einzelner Leistungserbringer sind dabei begrenzt. Die Schaffung einer nationalen Fachgruppe, wie einem deutschen Panel zum Dekubitus, kann hingegen eine wirksame Plattform sein, um die politische Dimension dieser Herausforderung zu artikulieren.

  • Chronische Wunden: Die Hypoxie verhindert die Heilung!

    K. Kröger, J. Dissemond, M. Storck, A. Risse, P. Engels

    Bei vielen chronischen Wunden besteht eine anhaltende Unterversorgung der Gewebe mit Sauerstoff (Hypoxie). Hierdurch kommt es rasch zu einer Verlangsamung bzw. Stagnation der Wundheilungsprozesse, da eine Vielzahl molekularer Prozesse von einer ausreichenden Sauerstoffversorgung abhängig ist oder durch reaktive Sauerstoffspezies, engl. reactive oxygen species (ROS) induziert wird. Die häufigsten chronischen Wunden sind das Ulcus cruris venosum, Fußläsionen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und/oder Diabetes mellitus und Dekubitus. Ihnen allen gemein ist eine vaskuläre Komponente, die durch eine lokale Hypoxie ihre Entstehung entweder begünstigt bzw. ihre Heilung verhindert. Wenn keine anderen wundheilungshemmenden Faktoren wie Infektionen, Auskühlung, Mazerationen oder Druck vorliegen, ist die lokale Hypoxie das pathophysiologische Korrelat der gestörten Wundheilung. Neben der kausalen Behandlung der Grunderkrankung zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung des betroffenen Gewebes ist die phasengerechte Wundbehandlung die Basis für eine positive Heilungsprognose. Darüber hinaus stehen aktuell innovative Therapieoptionen für eine zusätzliche lokale Verbesserung der Sauerstoffversorgung in der Wunde für die Wundversorgung zur Verfügung.

Nachrichten des Wundzentrums Nord g. e. V.

  • Aus Nord-West wird Nord