MHP

Wundmanagement 3/2013

Aktuelles

  • Kampagne „Ich will Pflege!“ Deutscher Pflegerat e. V. mobilisiert gegen den Pflegenotstand
  • Versorgung chronischer Wunden: Neue Meta- Analyse zu hydroaktiven Wundauflagen
  • Neuer Wundverband leuchtet bei Infektionen auf
  • Zelluläre Wundreaktion nach Gehirnverletzung – neue Erkenntnisse über Astroglia-Zellen
  • Vom Debridement zur Deckung – die optimale Wundtherapie Leitlinien und „Best practice“

Übersichtsarbeit

  • Geschichte, Bedeutung und Kritik der deutschen Lymphologie

    K.-C. Münter

    Wundmanagement 2013 (3): 118–119.

    Lymphologie gilt in manchen medizinischen Fachkreisen auch heute noch als „Orchideenfach“, rechtmäßig angesiedelt in Kurkliniken und Wellness Centern, irgendwo zwischen Chiropraxis und Osteopathie. Anatomie und Physiologie des Lymphsystems sind Ärzten wie Pflegefachkräften nur in Ansätzen bekannt. Die Technik der manuellen Lymphdrainage ist zwar vom Namen nicht aber von der Sache her geläufig. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Entstehung der wissenschaftlichen Lymphologie und ihrer praktischen Einführung in Deutschland. Er beschreibt sowohl die Entwicklung als auch die Defizite und weist hin auf die gestiegene Bedeutung für viele medizinische Fachgebiete.

  • Epidemiologie des Lymphödems

    K. Kröger, C. Schwarzkopf

    Wundmanagement, 2013 (3): 120–121.

    Der Artikel versucht eine Schätzung der Prävalenz des Lymphödem in Deutschland. Da klare Daten aus bevölkerungsbasierten Studie fehlen, werden verschiedene Abschätzungen gegenübergestellt. Die Variation der Schätzungen ist groß und reicht von 100.000 bis eine 1 Mio. Betroffner in Deutschland. Die 100.000 ergeben sich, wenn man die Daten aus England auf Deutschland überträgt oder aus der Anzahl der zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordneten Lymphdrainagen die mögliche Anzahl behandelter Patienten berechnet. Die 1. Mio errechet sich, wenn man die Häufigkeit eines Stemmer-Zeichens, die in der Bonner Venenstudie beschrieben ist, auf Deutschland hochrechnet.

  • Diagnostik und Therapie des Lymphödems

    K. Kröger, S. Helmbrecht

    Wundmanagement 2013 (3):122–124

    Das Lymphödem ist ein eigenständiges klinisches Erkrankungsbild. Ein Lymphödem ist immer Folge einer primären oder sekundären Störung des Lymphtransports durch angeborene Fehlanlagen bzw. spätere Schädigung. Für die Einteilung des Lymph­ödems in Stadien ist bei der klinischen Untersuchung die Schwere des Ödems, die Reversibilität des Ödems und der sekundäre Gewebeumbau zu beurteilen. Die Diagnose Lymphödem ist rein klinisch zu stellen. Die weitere apparative Diagnostik des Lymphödems ist heute in der Regel darauf ausgerichtet andere Ödemursachen auszuschließen. Die direkte Bildgebung und Messung der lymphatischen Transportkapazität ist in den Hintergrund gerückt. Dies begründet sich darin, dass selbst bei Nachweis der lymphatischen Fehlanlage bzw. einer sekundären Obstruktion des Lymphgefäßsystems therapeutisch rekonstruktive Maßnahmen den Patienten nicht angeboten werden können.

  • Komplexe Entstauung bei Patienten mit Lymphödem

    T. Moysidis

    Wundmanagement 2013 (3):126–128

    Die Therapie des Lymphödems hat die Verbesserung des Lymphabflusses, die Erweichung von bereits vorhanden fibrosklerotischen Gewebsveränderungen und die Reduktion einer Bindegewebsvermehrung zum Ziel. Je ausgeprägter das Lymphödem bzw. der Gewebeumbau sind, desto schlechter sind die Therapieergebnisse. Daher sollten auch gering ausgeprägte Lymphödeme bei Erstmanifestation intensiv behandelt werden. Die Basistherapie eines Patienten mit einem Lymphödem besteht aus manuellen Lymphdrainagen, Kompressionsbandagierungen, medizinischen Kompressionsstrümpfen, entstauenden Bewegungsübungen und einer Hautpflege. Diese Maßnahmen führen aber nur dann zum Erfolg, wenn sie im Sinne der „komplexen physikalischen Entstauungstherapie“ aufeinander abgestimmt sind. Die Kontinuität der komplexen physikalischen Entstauungstherapie ist Grundlage eines langfristigen Therapieerfolges. Dennoch ist immer wieder mit Rückschlägen zu rechen, da eine Heilung eines Lymphschadens bisher nicht möglich ist.

Blickpunkt

  • Warum die Compliance von Lymphpatienten notwendig ist

    S. Helmbrecht

    Wundmanagement 2013 (3): 129–130.

  • Lymphologie in Österreich – Österreichische Versorgungslage und Behandlungskonzepte

    C. Ure

    Wundmanagement 2013 (3): 131–132

  • Nahtlose Flachstrickstrümpfe?

    K. Kröger, C. Schwarzkopf

    Wundmanagement 2013 (3): 134–135

  • Nutzennachweis der Unterdruck-Wundtherapie im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland

    D. Seidel, E. A. M. Neugebauer

    Wundmanagement 2013 (3): 136–139

    Eine durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Auftrag gegebene Nutzenbewertung, welche die vorhandenen Studien zur Unterdruck-Wundtherapie qualitativ prüfte, kam zu dem Schluss, dass ein genereller Nutzennachweis für dieses Behandlungsprinzip bei chronischen und akuten Wunden noch nicht erbracht wurde. Die Unterdruck-Wundtherapie konnte nicht als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen zugelassen werden. Im Auftrag eines Zusammenschlusses aus 19 gesetzlichen Krankenkassen der AOK, des Verbandes der Ersatzkrankenkassen und der Knappschaft wurde ein Gesamtstudienprojekt in Deutschland ins Leben gerufen, welches das Ziel hat, mit qualitativ hochwertigen, randomisierten, kontrollierten klinischen Studien die Schließung der vorhandenen Evidenzlücke bis zur Ausschlussfrist am 31.12.2014 zu unterstützen und zur Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Erstattungsfähigkeit der Unterdruck-Wundtherapie aktiv beizutragen.

Pflegelexikon

  • Versorgungsmöglichkeiten in verschiedenen Wundstadien, Teil 2

    K. Protz

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Fortbildungsveranstaltung „Wundmanagement“ der Regionalarbeitsgruppe der Initiative Chronische Wunden (ICW) Warendorf

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • 10 Jahre Wundzentrum Hamburg e. V. – Jubiläumsveranstaltung am 12. April 2013 im European Surgical Institute in Norderstedt

Veranstaltungsbericht

  • 9. Asia-Pacific Burn Congress vom 2.–5. April in Hanoi (Vietnam)
  • Kontinuierlicher Aufwärtstrend beim Deutschen Wundkongress und Bremer Pflegekongress setzt sich auch 2013 fort

Leserbriefe

  • Anwendung von Octenisept® zur Wundantisepsis“ (Wundmanagement 1/2013, 7–9