MHP

Wundmanagement 4/2013

Aktuelles

  • Nationales Zentrum für Plasmamedizin gegründet
  • Konferenz Moderne Wundversorgung
  • Fürsorge im Mittelpunkt: Fachkongress der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG

Wundnetz Kiel e. V.

  • 5. Kieler Wundsymposium – Palliative Wundversorgung – Linderung statt Heilung?

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Datenerfassung von Wundpatienten in SAfW-anerkannten Wundzentren: Erste Resultate der statistischen Erfassung 2012
  • 500. Diplom Wundexpertin SAfW/H+, Wundexperte SAfW/H+

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Bericht über die Konferenz der European Wound Management Association (EWMA) in Kopenhagen vom 15.Mai bis zum 17. Mai 2013
  • Neue Termine für die Qualifizierung zum Ärztlichen Wundexperten ICW/TÜV PersCert
  • 7. Dortmunder Wundforum im Kongresszentrum Westfalenhallen
  • Sachsen-Anhaltinisches Wundnetz stellt die Weichen für erstes zertifiziertes ICW- Wundsiegel-Netz

Images

  • Pyoderma gangraenosum

    J. Dissemond

Pflegelexikon

  • Versorgungsmöglichkeiten in verschiedenen Wundstadien, Teil 3

    K. Protz

Blickpunkt

  • Gesundheitsprojekt in Afrika – Reflexion der Wundbehandlung

    W. Tigges, H. Schales

    WM 4/2013: 192–195.

    Wir berichten über Eindrücke und Momente von Wundbehandlungen, die in einem mittelgroßen Krankenhaus in Zimbabwe gewonnen werden konnten. Anlässlich einer Rundreise in Zimbabwe war ein Besuch im St. Lukes Krankenhaus in Matabele Land North in der Südwestregion Zimbabwes mit Dr. Schales vereinbart worden. Dr. Schales ist Gynäkologe und Geburtshelfer und war bis zu seiner Ausreise in Deutschland Chefarzt einer gynäkologischen und geburtshilflichen Klinik in Dudweiler, Saar. Seit 2001 wirkt er in Zimbabwe und hat dort mit einem von ihm geschaffenen Verein „Afrikaprojekt Dr. Schales“ das St. Lukes Krankenhaus, das in Trägerschaft des Bischofs von Bulawajo steht weiterentwickelt. Bei der im Altersdurchschnitt sehr jungen Bevölkerung bestimmen angesichts der wirtschafltichen Situation des Entwicklungslandes eine groteske Inflationsrate von 230 Mill. % und einer hohen Arbeitslosigkeit von bis zu 80 % (Angaben aus 2009) und bei der Gesundheitsversorgung eine hohe HIV Prävalenz (24,6 % der Gesamtbevölkerung) die täglichen Probleme. Trotz Verbesserung der wirtschafltichen Rahmenbedingungen mit wirtschaftlichen Zuwächsen von 6–10 % hat das Land an diesen schlechten Ausgangsbedingungen weiterhin zu tragen

Pflegeorientiertes Fallbeispiel

  • Versorgungsproblematik bei einem Patienten mit einer chronischen Wunde in häuslicher Umgebung nach Sturz und Krankenhausaufenthalt

    S. Stromberg

    WM 4/2013: 190–191.

Übersichtsarbeit

  • Physikalisches kaltes Atmosphärendruckplasma als aussichtsreiche Option zur Behandlung chronischer Wunden

    A. Kramer, C. Bender, O. Assadian, A. Ekkernkamp, B. Hartmann, C.-D. Heidecke, P. Hinz, I. Koban, K. Masur, R. Matthes, H.-R. Metelmann, L. I. Partecke, S. Reuter, A. Sckell, K.-D. Weltmann, J. Lademann

    WM 4/2013: 174–179.

    Physikalisches kaltes Atmosphärendruckplasma wurde in einer abgestuften Testhier-archie auf seine Eignung zur Behandlung chronischer Wunden untersucht. Dem lag folgende Arbeitshypothese zugrunde:

    I. Jeder Heilungsprozess verbraucht Energie. II. Eine Wunde heilt nicht, solange sie infiziert ist. III. Als weitere Voraussetzung für den Heilungsprozess muss nekrotisches avitales Gewebe entfernt werden. IV. Schließlich sollte die chronische Wunde aus ihrer Heilungsstagnation, z. B. durch inflammatorische und proliferationsfördernde Reize, in die Phase der akuten Wundheilung überführt werden. Zunächst wurde die Wirksamkeit von durch Jet-Plasmen, betrieben mit dem Arbeitsgas Argon (kINPen09 und kINPenMedTM) generierten Plasmen gegen bakterielle Biofilme in vitro und die antiseptische Wirksamkeit an der Haut nachgewiesen. Parallel wurde die Verträglichkeit in der Monolayer- und 3 D-Zellkultur ermittelt. An der Chorioallantoismembran des Hühnereis, am Schweineauge, im Tierversuch und an menschlicher Haut konnte die Gewebeverträglichkeit bestätigt werden. Dabei war der Nachweis einer milden Aktivierung von Entzündungsprozessen in der Chorioallantoismembran des Hühnereis eine wichtige Erkenntnis für die Abschätzung der Erfolgsaussichten zur Behandlung chronischer Wunden. Erste Behandlungserfolge mit dem kINPen09 (neoplas GmbH, Greifswald) bei konventionell erfolglos behandelten chronischen Wunden bei Haustieren und erste Befunde mit dem kINPenMedTM (neoplas tools GmbH, Greifswald) an Patienten erlauben die Schlussfolgerung, dass physikalisches kaltes Plasma eine neue aussichtsreiche Option für die Behandlung chronischer Wunden darstellt

  • Praktische Aspekte des Kurzdarmsyndroms – ein Vorschlag zum Management der Flüssigkeitszufuhr und der Ernährung

    J. Neuhaus, M. Henning, K. Schweins, W. Niebel

    WM 4/2013: 180–183.

    Als Folge von Operationen erkranken jährlich rund 200 Menschen alleine in Deutschland neu an einem Kurzdarmsyndrom. In Folge von ausgeprägten Flüssigkeitsverlusten, der Malabsorption von Makro- und Mikronährstoffen sowie Elektrolytentgleisungen kommt es häufig zu Mangelzuständen des Körpers mit konsekutiv verzögerter bzw. sistierender Wundheilung. Die Therapie solcher Patienten setzt ein differenziertes Verständnis der zugrundeliegenden Pathophysiologie voraus und ist in der Regel nur im interdisziplinären Ansatz mit professioneller Diätberatung, Wundmanager, Gastroenterologe und Chirurg zu meistern.

  • Sinus pilonidalis – Die OP nach Lord Millar als Alternative zur einfachen Exzision als Standardtherapie

    J. Neuhaus, E. Malamutmann, W. Niebel

    WM 4/2013: 184–188.

    Der Sinus pilonidalis ist eine gutartige, häufige Erkrankung, von der insbesondere junge Menschen betroffen sind. Neben dem individuellen teils ausgeprägten Leidensdruck des einzelnen Patienten sind auch sozioökonomische Folgen durch lange Krankheitsausfälle zu berücksichtigen. Es gibt verschiedenste Methoden der Behandlung, von konservativem Zuwarten bis hin zu ausgedehnten plastisch chirurgischen Eingriffen. Bisher besteht noch Klärungsbedarf, welche Therapieform für die jeweilige Krankheitsausprägung am besten geeignet ist. Dazu werden in dieser Arbeit die Ergebnisse der unterschiedlichen operativen Verfahren und ihre speziellen Vor- und Nachteile dargestellt. Es wird der Weg von einer klassischen Operationsmethode mit Exzision und offener Wundbehandlung zu einer differenzierten Betrachtungsweise mit limitierter chirurgischer Behandlung aufgezeigt. Die vielversprechenden Therapieansätze sollten durch prospektiv randomisierte klinische Studien weitergehend untersucht werden.

Veranstaltungsbericht

  • AG Wundheilung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft – Was gibt es Neues?
  • 4. Interdisziplinäre Fachtagung für Wundbehandler in Sachsen-Anhalt
  • „Flora und Fauna in der Wundbehandlung – Therapieoptionen der Natur“
  • 16. Kongress der DGfW e. V. vom 13.–15.06. in Bielefeld
  • 16. Kongress der DGfW e. V. vom 13.–15.06. in Bielefeld