MHP

Wundmanagement 1/2014

Aktuelles

  • Aktualisierung des Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“
  • BVMed-Hygieneforum 2013: Innovative Medizintechnologien tragen entscheidend zur Prävention bei
  • Wie Hautwunden heilen
  • Deutschlandweit zweites Wundzentrum am Universitätsklinikum Essen zertifiziert
  • Marcus Lehnhardt ist der neue Präsident der DGfW

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • 47. Mitgliederversammlung des Wundzentrum Hamburg e. V. am 12. Dezember 2013

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Erster Gemeinsamer Kongress der Schweizerischen Wundgesellschaften

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Fachtherapeut Wunde ICW® – Neues Seminarangebot der ICW TÜV Zertifizierung
  • ICW-Arbeitsgruppen beteiligen sich am Antidekubitustag 2013
  • Mit Brief und (Wund-)Siegel

Images

  • Kalziphylaxie

    J. Dissemond

Cochrane Pflege Corner

  • Patientenedukation zur Prävention eines Diabetischen Fußsyndroms

    E-M..Panfil, N. Ivanovic, E. Siegl

Pflegelexikon

  • Versorgungsmöglichkeiten in verschiedenen Wundstadien, Teil 6: Umgang mit granulierenden und epithelisierenden Wunden

    K. Protz

Dies und Das

  • Das Wundquartett – „spielerisch“ zum Wundexperten

    A. Körber, J. Dissemond

    Wund Management 2014; 8 (1): 17–20.

    Die Therapie von Patienten mit chronischen Wunden und insbesondere mit Ulcus cruris stellt eine interdisziplinäre und interprofessionellen medizinische Herausforderung dar. Die sehr heterogenen zugrundeliegenden Ursachen für ein Ulcus cruris werden von Therapeuten unterschiedlicher Berufsgruppen mit sehr unterschiedlichen Wissensständen behandelt. Um eine zielgerichtete, wenn möglich kausale Therapie der Patienten zeitnah zu realisieren, ist es essenziell notwendig eine gute Übersicht über die möglichen Differenzialdiagnosen und deren therapeutischen Grundprinzipien zu erlangen. Da dies in der täglichen Praxis nicht allen in der Wundtherapie möglich ist, war es unser Ziel mit dem Wundquartett eine klinische Hilfe mit einfach zu vermittelndem Fakten auf der Grundlage typischer klinischer Bilder neu zu entwickeln. Auf der Grundlage unserer wissenschaftlichen Arbeiten zu der Ätiologie des chronischen Ulcus cruris haben wir insgesamt 28 typische verschiedene Ursachen in insgesamt sieben Kategorien zusammengestellt. Jede übergeordnete Kategorie, wie beispielsweise Gefäßerkrankungen, Dermatosen oder Neoplasien besteht hierbei aus vier einzelnen Karten mit verschiedenen Krankheitsbildern. Aus unseren Arbeiten und aktuellen Lehrbüchern wurden die Zahlen für die Inzidenz und mittleres Erkrankungsalter übernommen. Zudem erfolgte auf der Basis eines Expertenkonsenses eine semiquantitative Einordnung der Parameter Schmerz und Wundexsudat. Als klinische Hilfestellung haben wir zudem die wichtigsten Punkte für Genese, Diagnostik und Therapie für jedes einzelne Krankheitsbild ergänzt.

    Der Sinn des Wundquartetts ist es anhand typischer klinischer Bilder und Fakten eine Hilfestellung für die Wiedererkennung von Differentialdiagnosen im klinischen Alltag zu vermitteln. Durch die spielerische Komponente soll ein Anreiz für die Beschäftigung mit dem Lernmedium geschaffen werden. Somit ist es das Ziel den Wundtherapeuten aller Professionen zu helfen sich im Dschungel der möglichen Ursachen für ein Ulcus cruris zu orientieren, um die Wahrscheinlichkeit für eine frühzeitige exakte Diagnose zu verbessern

Übersichtsarbeit

  • Patientenedukation als integraler Bestandteil des Wundmanagements!?

    M. Sailer

    Wund Management 2014; 8 (1): 6–8.

    Der Umgang mit chronischen Wunden stellt hohe Anforderungen an Patienten und bedingt unterschiedliche Interventionen der Patientenschulung, -anleitung und -beratung. Von der Wissensvermittlung bis zur Begleitung der Therapieadhärenz stehen verschiedene Formen der Patientenedukation zur Verfügung. Methodisch-didaktisch strukturierte Programme unterstützen den Heilungsverlauf und stärken die Selbstpflege und das Selbstmanagement.

  • Leben mit chronischen Wunden – Selbstmanagement fördern

    M. Klein, J. Haslbeck

    Wund Management 2014; 8 (1): 9–12.

    Wie bei anderen langfristigen Gesundheitsbeeinträchtigungen sehen sich Menschen mit chronischen Wunden vielen Bewältigungsherausforderungen gegenüber, vor allem im Alltag. Selbstmanagementförderung kann unterstützen, ihre Gesundheitskompetenz, Gesundheit, Lebensqualität sowie ihr Wohlbefinden zu verbessern. Exemplarisch wird dies anhand von Fallbeispielen und einem strukturierten Gruppenprogramm der Stanford Universität illustriert. Mithilfe von Selbstmanagementförderung und Partizipation von Patientinnen, Patienten und Angehörigen – so unser Fazit – kann ein Beitrag geleistet werden, die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden nutzerzentriert zu gestalten und qualitativ zu verbessern.

  • Selbstfürsorge fördern bei Menschen mit Diabetischem Fußsyndrom durch Partizipative Entscheidungsfindung und edukative Maßnahmen

    A. Deml, D. Schöning, J. Behrens

    Wund Management 2014; 8 (1): 13–16.

    Zielsetzung: Das Ziel dieses Beitrages besteht darin, literaturbasiert zu eruieren, ob edukative Maßnahmen die Selbstfürsorge bei Menschen mit Diabetischem Fußsyndrom fördern.

    Methode: Aus der Cochrane-Datenbank wurden drei Reviews ausgewählt, deren Autoren Studien zur Schulung und Beratung von Menschen mit Diabetischem Fußsyndrom (DFS) eingeschlossen haben. Diese Publikationen wurden hinsichtlich der Methodik und Didaktik der Interventionsangebote und deren Ergebnisse analysiert sowie diskutiert.

    Ergebnisse: Die Autoren der dargestellten Reviews berichten, dass bezogen auf die Vermeidung von Fußulzerationen und Amputationen durch Patientenschulung, eine geringe Evidenz vorliegt. Im Allgemeinen verbesserten sich das Patientenwissen zur Fußpflege und das Selbstpflegeverhalten. Diese Effekte konnten allerdings nur über einen kurzfristigen Zeitraum beobachtet werden. Die Autoren der Reviews schlussfolgern, dass edukative Maßnahmen das Auftreten von Wunden und die Amputationsrate nicht positiv beeinflussen können. Die Auswertungen der Studien lassen vermuten, dass umfassende Anweisungen und Beratungen teilweise den einfachen und strukturierten Informationen an Wirksamkeit unterliegen. Die Autoren limitieren diese Aussage durch die häufig unzureichend wissenschaftlich durchgeführten Studien.

    Schlussfolgerungen: Beratungs- und Schulungskonzepte, die rein kognitiv ausgerichtet sind, erreichen Menschen mit einem Diabetischen Fußsyndrom bezüglich ihrer speziellen Bedürfnisse ungenügend.Lösungsansätze wie das Shared-Decision-Making Modell, Entwicklung von Instrumenten zur Evaluierung komplexer Interventionen, Biographieforschung und hermeneutische Fallkompetenz als Berufskompetenz stellen beispielhafte Visionen dar, Versorgungsbereiche in der Diabetologie zu optimieren und neue Strukturen zu konzipieren.

Veranstaltungsbericht

  • 3. Thementag Chronische Wunde am 13.11.2013 in Remchingen