MHP

Wundmanagement 3/2014

Aktuelles

  • Infektionen mit bloßem Auge erkennen
  • Bekämpfung antibiotika-resistenter Keime: MRSA-Sanierungsbehandlung in der häuslichen Kranken- pflege künftig GKV-Leistung

Nachrichten des Wundzentrums Hamburg e. V.

  • Bericht von der 48. und ordentlichen Mitglieder- versammlung des Wundzentrum Hamburg e. V.

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung

  • Vorstellung der SAfW-Generalsekretärin
  • Zusammenarbeit SAfW – Industrie

Nachrichten der Initiative Chronische Wunden e. V.

  • Neues aus der ICW e. V.
  • Neues zum ICW e. V.- Wundsiegel

Der „Erreger des Monats"

  • Staphylococcus aureus

    A. Schwarzkopf

Cochrane Pflege Corner

  • Unterstützung der Adhärenz zum Tragen der Kompression bei Ulcus cruris venosum

    E.-M. Panfil

Pflegelexikon

  • Schmerzvermeidung in der Wundversorgung

    K. Protz

Hinweise zu Verfahrensanweisungen

  • Hinweise für Verfahrensanweisungen zur Wund-Fotodokumentation

    S. Unterderweide, Z. Babadagi-Hardt, H.-D. Hoppe

Übersichtsarbeit

  • Ulcus cruris venosum und körperliche Aktivität

    M. Stücker

    Wund Management 2014; 8 (3): 110–112.

    Patienten mit Ulcus cruris venosum leiden häufig unter einer Einschränkung der Muskelpumpenfunktion. Dies wird insbesondere durch Störungen der Muskelkontraktionen und Einschränkungen der Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks hervorgerufen. Durch gezieltes Training der Wadenmuskulatur und Übungen, welche die Beweglichkeit des Sprunggelenks steigern, kann der venöse Rückstrom von peripher nach distal gefördert werden. Durch eine Kompressionstherapie mit Bandagen oder Kompressionsstrümpfen mit relativ hoher Stiffness kann die Effektivität der Muskelpumpe zusätzlich gesteigert werden. Insgesamt stellt die Wiederherstellung der Muskelkraft und der Mobilität auch beim Ulcus cruris venosum eine wichtige Komponente der Therapie dar.

  • Bewegung und Mobilität bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit

    K. Kröger

    Wund Management 2014; 8 (3): 114–115.

    Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist der Terminus für das klinische Beschwerdebild, welches durch Stenosen und/oder Verschlüsse in den Becken-Beinarterien beginnend in der infrarenalen Bauchaorta verursacht wird. Klinisch unterteilt man das Stadium der Klaudikatio, welches die Lebensqualität einschränkt, vom Stadium der chronisch kritischen Ischämie bei dem die Extremität bedroht ist. In einem multimodalen Therapiekonzept zur Behandlung der PAVK kommen dem Gehtraining und der körperlichen Aktivität in der Prävention und im Stadium der Klaudikatio eine besondere Bedeutung zu. Gehtraining kann bei einer Klaudikatio revaskularisierende Maßnahme ersetzen, sollte aber nicht als Konkurrenz sondern als ein sinnvolles Miteinander verstanden werden. Auch jeder interventionell oder operativ revaskularisierte Patient profitiert von Gehtraining. Dieses Gehtraining ist bei fortgeschrittener PAVK mit Gewebeuntergang nicht mehr sinnvoll möglich.

  • Diabetisches Fußsyndrom und körperliche Aktivität

    K. Zink

    Wund Management 2014; 8 (3): 116–118.

    Die Daten zeigen, dass ohne Polyneuropathie das Risiko für Fußläsionen sehr gering ist und selbst für Patienten mit Polyneuropathie körperliche Aktivität ratsam erscheint. Patienten mit abgeheiltem diabetischem Fußsyndrom gehören zur Hochrisikogruppe für Reulzerationen und sollten sich langsam an die körperliche Aktivität herantasten. Bei ungewohnten und/oder länger anhaltenden Aktivitäten müssen die Füße unter Umständen auch während der Aktivität kontrolliert werden, zumindest aber nach der Belastung. Patienten mit bestehenden Ulzerationen sollten ihre Füße eher entlasten und nur die unbedingt notwendigen Schritte gehen. Dabei sollten sie natürlich möglichst immer ihre verordneten bzw. angefertigten Hilfsmittel zur Druckentlastung tragen.

  • Körperliche Aktivität in der Dekubitusprophylaxe

    M. Gerber

    Wund Management 2014; 8 (3): 120–122.

    Bewegung ist Leben. Mobilität hat eine Bedeutung für Gesunderhaltung und Erhalt von Selbstständigkeit. Erhalt und Förderung der Mobilität in der Pflege sind Schlüsselaufgaben, die dabei helfen können vielfältige Probleme bei Pflegebedürftigkeit besser zu bewältigen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Mobilität“, so heißt es im Nationalen Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe, „wird als das Ausmaß, in welchem ein Patient/Bewohner seine Körperposition wechselt“, definiert. Demgegenüber sei „Aktivität das Ausmaß in dem sich ein Patient/Bewohner von einem Ort zum anderen bewegt.“ Bewegung, im Sinne von Positionswechseln, entlastet von Druck. Im Rahmen der Dekubitusprophylaxe verkörpert Bewegung das Wirkprinzip „Druck­entlastung“.

  • Bewegung und Mobilität: Kontrakturen

    G. Bartoszek

    Wund Management 2014; 8 (3): 123–125..

    Mobilität ist eine der wichtigsten Voraussetzung für Aktivitäten und soziale Teilhabe. Gelenkkontrakturen sind häufige Syndrome in der geriatrischen Versorgung. Das Auftreten von Gelenkkontrakturen geht sowohl mit Behinderung, dem Verlust von Lebensqualität und Partizipationsfähigkeit einher, als auch mit kontrakturassozierten Komplikationen wie Schmerzen, Dekubitus oder Sturzgefährdung. Trotz der dargelegten Relevanz ist der Versorgungsbedarfs bei Gelenkkontrakturen und deren Konsequenzen kaum erforscht. Basierend auf der heutigen Studienlage gibt es nur eine unzureichende Evidenz für die Wirksamkeit von präventiven und therapeutischen Maßnahmen. Hier besteht dringender Forschungsbedarf zu geeigneten Interventionen zum Mobilitätserhalt im Alter, welche die Vermeidung der Kontraktur implizieren.

Veranstaltungsbericht

  • 6. Kieler Wundsymposium – Ein (ge)wichtiges Problem – Wundheilung unter erschwerten Bedingungen
  • 5. ICW-Süd/HWX-Kongress wieder mit Teilnehmerzuwachs
  • Themenvielfalt auf dem 7. Freiburger Wundsymposium
  • Tagungsduo mit konstanter Resonanz