MHP

Wundmanagement 4/2015

Aktuell

  • Studienpreis für Wundheilungsforschung
  • Wundschutz: Druckmessstrumpf für Diabetiker
  • Von der Fach-Ausstellung zum Wissenstransfer-Forum: Pflege@home auf der REHACARE 2015
  • Die ersten drei Absolventinnen des Weiterbildungsstudiengangs Pflege stehen fest
  • Quickversion EPUAP/NPUAP/PPPIA – Jetzt auch auf deutsch
  • Ausschreibung Drei-Länder-Wundpreis 2015 der Fondation URGO

Fokus aktuell

  • MRE im häuslichen Bereich – Verbesserungen für die Sanierung sind notwendig

Übersicht

Migrationsspezifische Diversität und transkulturelle Kompetenz in der Pflege: Österreichische Perspektiven

C. Binder-Fritz

WundManagement 2015; 9(4):144–150

SCHLÜSSELWÖRTER: Transkulturelle Kompetenz, kultursensible Pflege, Migration, Diversität, Diversity Management, Österreich

Sowohl auf Patientenseite als auch in den Pflegeteams der Gesundheitseinrichtungen ist der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund gestiegen. Die Institutionen sind gefordert, im Rahmen der Organisationskultur und Personalentwicklung, entsprechende Maßnahmen hinsichtlich des migrationspezifischen Diversity Managements zu setzen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird Pflegepersonal mit Migrationserfahrung zudem in der mobilen Pflege und interkulturellen Altenpflege unentbehrlich werden. Im Beitrag werden drei Themenbereiche beleuchtet: 1) Diversity care und transkulturelle Kompetenz im Gesundheitsbereich, 2) die Bedeutung des Geschlechts in der Pflege und 3) Pflegepersonal mit Migrationserfahrung und Diversity Management: Vielfalt als Chance.

 

 

 

Übersicht

Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund – Anforderungen an die (Pflege-)Praxis

R. Bühlmann, K. Liewald

WundManagement 2015; 9(4):151–154

SCHLÜSSELWÖRTER: Patienten mit Migrationshintergrund, Ausländer, Kommunikation, Sprachbarrieren, Chancengleichheit im Gesundheitswesen, mehrsprachige Gesundheitsinformationen, Transkulturelle Kompetenz, Qualität)

Die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund stellt in der pflegerischen Praxis oft eine Herausforderung dar. Auf der einen Seite können sprachliche Barrieren eine adäquate Verständigung und Informationsvermittlung beeinträchtigen. Andererseits können auch in der Interaktion zwischen der Patientin, dem Patient und Gesundheitsfachperson Probleme entstehen, die den Behandlungserfolg beeinträchtigen. Hier sind spezifische Kompetenzen gefragt, die neben den individuellen Merkmalen und Einflussfaktoren auch den Migrationskontext des Patienten, der Patientin berücksichtigen.Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) bietet mit der Informationsplattform miges­plus.ch mehrsprachige Gesundheitsinformationen für Migrantinnen und Migranten sowie verschiedene Dienstleistungen für Fachpersonen aus dem Bereich Gesundheitsförderung und Prävention. Im Rahmen eines Weiterbildungsangebots des SRK können Gesundheitsfachpersonen zudem transkulturelle Kompetenzen für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund erlangen.

Aus der Praxis

„Vom Essen wird man nicht krank"– Diabetes Mellitus bei Patienten mit türkischem Migrationshintergrund

Z. Babadagi, K. Kröger

WundManagement 2015; 9(4):151–154

SCHLÜSSELWÖRTER: Diabetes mellitus, Muslime, Migration

Der Typ II Diabetes wird auch als Wohlstandskrankheit bezeichnet, die weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Als Ursache gilt vor allem ein sich verändernder Lebenswandel mit Überernährung und Bewegungsmangel. Diese Veränderungen werden in den verschiedenen Kulturkreisen von vielen Einflüssen geprägt. So kommt bei praktizierenden Muslimen der Einhaltung religiöser Speisevorschriften und Fastengebote eine besondere Rolle zu. Vor diesem Hintergrund scheinen türkische ­Migranten der 1. Generation in Deutschland die ­Diabeteserkrankung anders zu verarbeiten als Deutsche. Sie suchen die Ursachen der Erkrankung eher bei sich selbst bzw. Ihren Verhaltensweisen und weniger in naturwissenschaftlichen Erklärungen. Die Diabetesdiagnose führt hierbei eher zu Empfindungen von „Aggressivität und Erregbarkeit“. Der kulturelle Hintergrund sollte daher bei der Aufklärung und Beratung dieser Patientengruppe berücksichtigt werden. Ohne Kenntnisse der türkischen Küche unter Einschluss von typischen Gerichten und Tagesabläufen wird eine Ernährungsberatung wenig erfolgversprechend sein.

Pflegelexikon

Hygienische Aspekte beim Verbandwechsel, Teil 2  

K. Protz

Cochrane Corner

Intermittierende pneumatische Kompression zur Behandlung eines Ulcus cruris venosum  

E.-M. Panfil

Nachrichten der ICW e. V.

  • Treffen der Anbieter von ICW-Personalqualifizierungenin Kassel
  • ICW schreibt Fördergelder für Projekte aus
  • ICW jetzt auch in Facebook
  • Neues aus den regionalen Arbeitsgruppen
  • Neues vom ICW. e. V-Wundsiegel

Nachrichten der SAfW

  • Morges-Tagung der SAfW-Romande
  • Worte des neuen EWMA Präsidenten Severin Läuchli

Nachrichten des Wundzentrum Hamburg e. V.

  • Bericht von der 53. Mitgliederversammlung des Wundzentrum Hamburg e. V. am 18.06.2015

Veranstaltungsberichte

  • 25. Europäischer Wundheilungskongress in London vom 13.–15. Mai
  • 65. Wissenschaftlicher Kongress von BVÖGD und BZÖG, 23. bis 25. April 2015, Rostock
  • 6. Interdisziplinäre Fachtagung für WundbehandlerKeimfalle Wunde? – Hygiene & Antiseptik am 29. Mai 2015 in Magdeburg