MHP

Wundmanagement 6/2015

Aktuelles

  • Seminare zum Fachtherapeuten Wunde® ICW – Verbesserung von Behandlungsqualität im Fokus
  • Aufruf zur Gründungsversammlung für einen Verein „Wundnetz Rheinland-Pfalz“
  • Vorstellung neuer Leitlinien zu Thrombose, Lungenembolie und pAVK
  • S3-Leitlinie Periphere Arterielle Verschlusskrankheit: Diagnostik und Therapie
  • S1-Leitlinie zur Händedesinfektion und Händehygiene überarbeitet
  • BVMed: „Behandlung chronischer Wunden neu ausrichten“

Case Study

Beschleunigung der Wundheilung durch autologe Wachstumsfaktoren und Zytokine mit PeP (Platelet enriched Plasma) bei chronischen und schlecht heilenden Wunden – Klinische Anwendungsbeobachtung und Fallberichte

M. Reber

WundManagement 2015;9(6):247–257

Schlüsselwörter: Thrombozyten, Wachstumsfaktoren, Zytokine, Zentrifugation, PRP, PeP, Kollagenmatrix

Hintergrund: Die stimulierende Wirkung von Wachstumsfaktoren und Zytokinen auf die Wundheilung ist schon seit Jahrzehnten bekannt und essenziell neben einer adäquaten arteriellen und venösen Perfusion. Das Ziel dieser Anwendungsbeobachtung ist die klinische Beurteilung des Heilungseffektes in chronischen und hartnäckigen Wunden mittels eines Plättchenkonzentrats mit autologen Wachstumsfaktoren und Zytokinen.

Material und Methode: In unserem Wundambulatorium wurde konsekutiv bei 17 Patienten mit unterschiedlichen chronischen oder schlecht heilenden Wunden autologes Plättchenkonzentrat (PeP) verwendet. Das PeP wurde durch eine Blutentnahme und anschließender Zentrifugation hergestellt, in die Wunden eingegeben. Evaluiert wurde die Verkleinerung der Wundfläche und Wundheilungszeit nach einer oder mehreren Applikationen. Endziel war der Wundverschluss oder deutliche Verbesserung der Wundsituation (Granulationsgewebe). Bei den meisten Patienten war bereits eine Applikation ausreichend, bei den übrigen Fällen zwei bis dreimal.

Ergebnisse: Die Daten wurden retrospektive ausgewertet. Das durchschnittliche Alter der 17 Patienten (10 männlich und 7 weiblich) war 66,4 Jahre (15 bis 90 Jahren). Bei 5 Patienten, die einen 100 % Wundverschluss erreichten, war die durchschnittliche Abheilungszeit 6,3 Wochen (4,3 bis 9 Wochen). 3 Patienten hatten nahezu einen vollständigen Wundverschluss (94 % bis 98 %) mit einer durchschnittlichen Heilungszeit von 4,1 Wochen. 1 Patient mit 75 % Wundflächenreduktion erreichte dies in 0,71 Wochen (5 Tagen). 4 weitere Patienten mit 41 % bis 58 % Wundflächenreduktion heilten in durchschnittlich 1,4 Wochen. 2 Patienten mit einer Reduktion von 34 % und 37 % brauchten dazu durchschnittlich 4,5 Wochen. 1 Patient hatte keine Flächenreduktion, dafür komplett neues Granulationsgewebe. 1 Patient mit einer essenziellen Thrombozythämie zeigte keine Heilungsreaktion.

Schlussfolgerung: Aufgrund der vorliegenden positiven Heilungsresultate scheint das Applizieren von autologem konzentrierten Plättchenplasma in chronische und schlecht heilenden Wunden eine sinnvolle und heilungsfördernde Maßnahme zu sein, welche einfach und effizient im klinischen Alltag eingesetzt werden kann. Wünschenswert wären weitere Studien mit größeren Patientenkollektiven. 

Fallbeispiel

Schmerzarmes autolytisches Débridement als Mittel der Wahl bei einer multimorbiden, beatmeten Patientin – Ein Fallbericht aus der außerklinischen Beatmung

S. Kruschwitz

WundManagement 2015;9(6):258–261.

Schlüsselwörter: Autolytisches Débridement, Dekubitalulzera, wirksame Wundbehandlung, Wundreinigung, Wundheilungsprozess

Das Fallbeispiel beschreibt eine Patientin im außerklinischen Beatmungsbereich mit einem Dekubitalulkus Kategorie II am Os sacrum. Oft ist eine klinische Einweisung zur Entfernung von hartnäckigen Belägen und Biofilmen notwendig. Dies kann jedoch – insbesondere bei multimorbiden und beatmeten Patienten – traumatische Auswirkungen haben und birgt viele Komplikationen. Die Schmerzreduktion steht hier bei der Behandlung im Fokus. Bei Belägen und Biofilmen eignet sich daher das autolytische Débridement – diese Behandlung dauert jedoch meist länger. Im folgenden Fallbeispiel konnte die Wunde mit einem hydroaktiven Wundkissen, einem gelbeschichteten Polyurethanschaum sowie einer entsprechenden pflegerischen Versorgung sehr schnell und wirksam versorgt werden.

Pflegelexikon

Analyse der lokalen Wundsituation, Teil 2

K. Protz

Cochrane Pflege Corner

Bewegungsintervalle und Positionswechsel zur Verhinderung eines Dekubitus bei erwachsenen Patienten

E.-M. Panfil

Images

Progressive systemische Sklerodermie

J. Dissemond

Nachrichten der ICW e. V.

  • ICW gibt Stellungnahme als gBA anerkannte Fachgesellschaft ab
  • ICW fördert fünf Projekte
  • ICW verzeichnet enormen Mitglieder-Zuwachs in 2015
  • Weltweiter Anti-Dekubitus-Tag am 19. November
  • Mit ICW-Broschüren und der Dekubitus-Leitlinie sich selbst und andere informieren
  • Neues vom ICW e. V. Wundsiegel

Nachrichten der Österreichischen Gesellschaft für Wundbehandlung (AWA)

17. Jahrestagung der AWA in St. Pölten am 2./3.10.2015

Nachrichten der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung (SAfW)

Komplexe pädiatrische Wunden

Nachrichten des Wundnetz Kiel e. V.

Bericht über das Arbeitstreffen des Wundstammtisches am 14.10.2015 in Kiel

Nachrichten des Wundzentrum Hamburg e. V.

Bericht von der 54. Mitgliederversammlung des Wundzentrum Hamburg e. V. am 03.09.2015

Veranstaltungen

17. Symposium über moderne Wundbehandlung