MHP

Zentralsterilisation 4/2009

Aktuell

  • Aus dem Normenwerk: EN ISO 17665 ist anzuwenden
  • 4. Kolloquium „Medizinische Instrumente – Aufbereitung, Werterhaltung, Wiederverwendung“ auf der International wfk Detergency Conference, Düsseldorf, Mai 2009
  • Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch. IAHCSMM- Jahrestagung in Orlando, Florida, USA, 2. – 5. Mai, 2009

Übersicht

  • Prüfung alkalischer Reiniger zur maschinellen Aufbereitung augenchirurgischer Instrumente im Hinblick auf Materialverhalten und alkalische Rückstände

    Kommission „vCJK-Ophtha“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und Arbeitskreis Instrumentenaufbereitung (AKI) unter Mitwirkung der Geuder AG

    Die Aufbereitung ophthalmologischer Instrumente, insbesondere die der Chirurgie der hinteren Augenabschnitte, soll nach RKI-Empfehlung zur Prävention iatrogener Übertragung transmissibler spongiformer Enzephalopathien unter anderem mit einer alkalischen Reinigung erfolgen. In dieser Untersuchung wurden Einflüsse maschineller Aufbereitungsverfahren mit und ohne Dampfsterilisation in Bezug auf Materialverhalten und Funktionserhalt der Instrumente sowie die Rück­standsfreiheit von den Prozesschemikalien untersucht. Die Untersuchung der Instrumente nach jeweils 100 Aufbereitungszyklen ergab keine Hinweise auf Material- bzw. Funktionsbeeinträchtigungen. Bei englumigen Kanülen erwies sich das Risiko alkalischer Rück­stände als gegeben, besonders bei Verstopfung während des Prozesses. Daher ist für die Durchspülung ein Mikrofilter einzusetzen und es sind in der Routine Stichprobenkontrollen auf Restalkalität durchzuführen.

     

    Zentr Steril 2009; 17 (4): 245–256

Aus der Praxis

  • Dampfsterilisation wieder verwendbarer chirurgischer Instrumente

    I. Haas, H. Henn*, U. Junghannß, K. Kobel, D. Toth, H.C. Weiss und Arbeitsgemeinschaft Aufbereitung von chirurgischem Instrumentarium+

    Das Ziel unserer Untersuchungen war die Überprüfung von verschiedenen, bereits in der Sterilisierstudie (1, 2) eingesetzten Prüfkörpern bei reduzierten Sterilisierzeiten. Zum Einsatz kamen Sterilisationsverfahren im Resistometer (134 °C) sowie in einem Versuchssterilisator bei Temperaturen von 132 °C (270 °F) und 134 °C (273 °F), jedoch mit unterschiedlichen Haltezeiten. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse im Resistometer zeigen, dass bei dem Modell „Gewinde“ nach einer Sterilisationszeit von 90 s kein Nachweis der Prüforganismen möglich war. Bei den Modellen „Spalt“ und „Dichtung“ waren aufgrund der konstruktiven Auslegung der Modelle nach dieser Sterilisierzeit positive Proben nachzuweisen. Eine vollständige Abtötung der Prüforganismen bei den eingesetzten Bioindikatoren konnte hierbei bei 180 s erreicht werden. Die weiteren eingesetzten Modelle „Schlauch ohne Einsatz“ und „Schlauch mit Einsatz“ (zur Volumenverringerung) und die beiden Modelle „Gleitfläche“, sowohl mit Metall als auch mit Kunststoff, erbrachten selbst nach einer Einwirkzeit von 5 min noch Wachstum von Mikroorganismen.

    Die Ergebnisse im Versuchssterilisator erbrachten folgende Resultate: Im Versuchssterilisator war bei einer Temperatur von 134 °C sowohl bei einer Haltezeit von 90 s als auch bei 180 s in den Versuchen mit und ohne Beladung ein Nachweis der Prüforganismen in der überwiegenden Anzahl der Proben nicht gegeben.

    Bei den Prüfmodellen „Dichtung“ und „Schlauch mit Einsatz“ konnten teilweise Prüforganismen nachgewiesen werden, was durch einen Bestätigungsversuch verifiziert wurde.

    In den Versuchen mit einer Temperatur von 132 °C und Haltezeiten von 2 bzw. 4 min konnten die eingesetzten Prüforganismen ausschließlich bei dem Modell „Schlauch mit Einsatz“ bei einer Haltezeit von 2 min, sowohl mit als auch ohne Balastbeladung, nachgewiesen werden.

     

     

Empfehlungen

  • Empfehlungen des AK »Qualität« : Anforderungen für den Bau oder Umbau einer Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung in einem Krankenhaus – Teil 4 – Raumlufttechnische Anlage (RLT) in der ZSVA