MHP

Zentralsterilisation 6/2009

Aktuell

  • Aus dem Normenwerk: Dampfdurchdringungstest
  • Aufbereitung von Medizinprodukten – Anforderung und Verantwortung. DGSV-Kongress in Fulda, 15. – 17. Oktober 2009
  • Zusammenfassung der Workshops beim DGSV-Kongress in Fulda
  • 10. ZSVA Hygiene-Forum. Congresscentrum Damp – 31.10.2009
  • 50 Jahre geprüfte Wirksamkeit von Desinfektionsverfahren. Desinfektionsmittel-Kommission veröffentlicht aktuelle Liste

Originalarbeit

  • Die Einführung einer RFID-Lösung zur Verfolgung von Leihinstrumenten: Darstellung der Risiken mit einer vorläufigen Risikoanalyse

    Eric Bertrand* und Joël Schlatter

    Bei bestimmten Medizinprodukten greifen Kliniken häufig auf Leihinstrumentarien zurück, etwa beim orthopädischen Instrumentarium zum Einsetzen oder Entfernen der Prothese bei Knie-Rekonstruktionen. An der Verwaltung von Leihinstrumentarien sind die Sterilisationsabteilung, die Chirurgie sowie die Verleiher beteiligt. Auf dem Weg des Leihinstrumentariums durch die verschiedenen Stationen des Krankenhauses gibt es bestimmte Risiken, beispielsweise die fehlende Rückverfolgbarkeit bei einem Verdacht auf die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK). Um das Fehlerrisiko zu senken, schlagen wir die Einführung von RFID (Radio Frequency Identification, Identifizierung über Funkwellen) vor, einer Technologie, mit der die Leihinstrumente zu jeder Station verfolgt werden können. Ziel unserer Studie sind die Analyse und die Darstellung der Risiken bei der Einführung eines RFID-Systems. Es wurde eine vorläufige Risikoanalyse (PRA, preliminary risk analysis) durchgeführt, die die mit einer RFID-Einführung verbundenen Gefahren darstellt. Dabei wurden 162 Szenarien mit maximalem Risiko durch Umgebung und Technik ermittelt. Zur Bekämpfung der ermittelten Risiken werden 22 Maßnahmen vorgeschlagen, darunter Audits, Mitarbeiterschulungen und interne Kontrollen. Für jede Maßnahme wurde eine Arbeitsanweisung entwickelt und bewertet. Mit dieser vorläufigen Risikoanalyse können die möglichen Gefahren bei einer RFID-Einführung im Kontext von Leihinstrumentarien gezielt angegangen und deutlich gesenkt werden.

  • Ringversuch zur Standardisierung einer praxis­relevanten Prüfanschmutzung zur vergleichenden quantitativen Bewertung der Reinigung in Anlehnung an EN ISO 15883 – Versuchsbeschreibung

    J. Köhnlein, R. Glasmacher, V. Heide, D. Kunde, M. Mohr, D. Otto, M. Pieper, K. Roth, J. Staffeldt, P. Tiarks, S. Wagenknecht, H.-P. Werner, W. Michels*

    Die Ad-hoc-Gruppe „Prüfanschmutzung und Methoden“ des Normenausschusses NA Med 063-04-09 des DIN hatte in einer vorherigen Ausgabe dieser Zeitschrift über erste Ergebnisse eines Ringversuchs mit einem ‚in vitro-Referenzsystem’ zur vergleichenden Bewertung von Prüfanschmutzungen für Prüfung der Reinigungsleistung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG) entsprechend ISO 15883-1 und ISO/TS 15883-5 berichtet. Dabei wurden über Materialen und Methoden orientierende Angaben gemacht. Dieser Beitrag gibt nun detaillierte Informationen zur Durchführung der Versuche.

Erfahrungsbericht

  • Einfluss der Aufbereitung auf die Entwicklung von chirurgischen Motorensystemen

    F. Weller*, M. Schäfer, S. Wunder, G. Burandt

    Berichtet wird über den Stand der Technik bei der Entwicklung und Fertigung von chirurgischen Motorensystemen unter der Berücksichtigung aktueller Anforderungen der Aufbereitung. Titan als Gehäusewerkstoff für Motorensysteme ist uneingeschränkt alkalisch aufbereitbar. Dies ermöglicht eine einfache Integration in die Prozesskette des Sterilgutkreislaufes. Neue Wartungskonzepte erhöhen die Verfügbarkeit und Therapiesicherheit bei der Anwendung der Maschinen.

Empfehlungen

  • Empfehlungen des AK »Qualität« : Ausblick auf die Aktivitäten im „AK Qualität“ der DGSV 2010