MHP

Zentralsterilisation 1/2010

Aktuell

  • Aus dem Normenwerk: Leistung des Sterilisationsverfahrens
  • Pro und Contra von Sterilbarrieresystemen. Workshopauswertung DGSV-Kongress 2009 Fulda
  • Neue Mitglieder für den Herausgeberbeirat
  • 10 Jahre Steri-Treff in Halle/Saale

Originalarbeit

  • Bewertung künstlicher Prüfanschmutzungen für Studien zur Reinigungswirksamkeit

    C. Desbuquois, M. Richard, N. Khammo, G. McDonnell, L. Pineau*

    Die Reinigungswirksamkeit wurde mit einem Standard-Prüfverfahren untersucht, um die Konstanz verschiedener Prüfanschmutzungen zu ermitteln. Es wurden sieben Prüfanschmutzungen ausgewählt, die teils in der Norm EN ISO/TS 15883-5 (1), teils in der Fachliteratur beschrieben sind. Jede Anschmutzung wurde mit drei verschiedenen Standardlösungen – destilliertem Wasser, einer Reinigungslösung (SDS) und einer verdünnten alkalischen Lösung (NaOH) – bei drei unterschiedlichen Einwirkzeiten behandelt. Als Teil der Untersuchungen wurden die Anschmutzungs- und Wiederfindungsverfahren validiert. Die Reinigungswirksamkeit wurde durch eine quantitative Erfassung der Proteinrückstände beurteilt. Die Reinigungswirksamkeit bei den verschiedenen Prüfanschmutzungen war sehr unterschiedlich und reichte von vollständiger bis hin zu nur geringfügiger oder gar keiner Entfernung. Diese Ergebnisse belegen die Notwendigkeit, standardisierte Prüfanschmutzungen zu entwickeln und festzuschreiben, mit denen die Reinigungswirksamkeit reproduzierbar und vorhersagbar untersucht werden kann.

Aus der Praxis

  • Ringversuch zur Prüfung der Reinigung mit und ohne Ultraschall in der Praxis

    W. Michels*, K. Roth

    Nach Erarbeitung der Leitlinie für die Validierung und Routineüberwachung maschineller Reinigungs- und thermischer Desinfektionsprozesse bearbeitet eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV) und des Arbeitskreis Instrumentenaufbereitung (AKI) nun auch die manuelle Reinigung und Desinfektion. Im Rahmen dieser Arbeiten führten wir einen Ringversuch zur Prüfung und Bewertung der manuell erzielten Reinigungsqualität an 10 Krankenhäusern durch. Bei diesem wurden definiert angeschmutzte Arterienklemmen nach Crile entsprechend den vor Ort gültigen Arbeitsanweisungen manuell gereinigt und desinfiziert, teilweise unter Einsatz von Ultraschallreinigungsgeräten. Nur mit Ultraschallanwendung wurden für alle Klemmen Reinigungsergebnisse mit Proteinrestmengen kleiner 100 µg pro Instrument erreicht. Eine manuelle Aufbereitung ohne Ultraschallanwendung kann bei Instrumenten mit Spalt- bzw. Gelenkbereichen nicht zu angemessen sicheren Reinigungsergebnissen führen.