MHP

Zentralsterilisation 4/2010

Aktuell

  • Aus dem Normenwerk: Validierung bei Kleinsterilisatoren
  • Anforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten
  • Herausgeberbeirat erneut erweitert
  • 21. Steri-Treff in Halle/Saale

Originalarbeit

  • Prüfung von Schaumsprays zum Feuchthalten gebrauchter chirurgischer Instrumente

    H. Biering, W. Fuchs, J. Staffeldt

    Vier verschiedene handelsübliche Ready-to-use Vorreinigungsmittel, die im Operationssaal zur Vermeidung der Antrocknung von Anschmutzungen auf angewendeten chirurgischen Instrumenten verwendet werden, wurden auf ihre Materialbeeinflussung gegenüber nichtrostenden Stählen und eloxiertem Aluminium bei einmaliger Anwendung geprüft. Hierbei wurden die Reinigungspräparate allein sowie im Gemisch mit Blut auf die zu prüfenden Werkstoffe appliziert. Die Untersuchungen zeigten keine oder geringe Beeinflussung der Reiniger auf die geprüften Materialien. Bei einem Reiniger hingegen wurde Lochkorrosionsbefall bei nichtrostenden Stählen nach längerer Einwirkzeit festgestellt, welcher vermutlich auf einen erhöhten Gehalt an Chloridionen im Präparat zurückzuführen ist.

Erfahrungsbericht

  • Einbeziehung eines weiteren Standortes bei der Aufbereitung von Medizinprodukten

    I. Mislimi

    Die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) im Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall besteht seit 1992 als selbstständige Abteilung. Sie ist für die Aufbereitung und Sterilisation aller Sterilgüter im Klinikum zuständig. Die ZSVA hat ein QM-System, orientiert an den Anforderungen der DIN EN ISO 9001/2000 und DIN EN ISO 13485/2003 für die Aufbereitung von Medizinprodukten, inklusive RKI/BfArM-Empfehlung, eingeführt und zertifiziert. Das Diakonie-Klinikum, in dem die ZSVA angesiedelt ist, gehört zur Gesundheitsholding Schwäbisch Hall gGmbH. Klinikstandorte sind Schwäbisch Hall, Gaildorf und Crailsheim. Die Geschäftsführung hat entschieden, für den Standort Gaildorf keine Investitionen zu tätigen und die Instrumentenaufbereitung nach Schwäbisch Hall zu verlegen. Die Einbindung eines weiteren Standortes konnte nur als Projekt umgesetzt werden. Die Projektführung hat das ZSVA-Leitungsteam übernommen. Zuerst mussten die gesetzlichen Grundlagen und die technische Ausstattung der ZSVA überprüft werden. Im Projektauftrag werden alle beteiligten Personen sowie notwendige Maßnahmen dokumentiert. Die ZSVA-Mitarbeiter wurden regelmäßig im Rahmen der monatlichen Dienstbesprechungen über das laufende Geschehen informiert.

    Nicht alle geplanten Maßnahmen konnten problemlos umgesetzt werden, deshalb mussten mitten in der Projektausführung einige Fragen gestellt werden, wie z. B.: Muss der Zeitrahmen des Projektes geändert werden?

    Die ZSVA setzt ISO 14971:2009-10 (Anwendung des Risikomanagements auf Medizinprodukte) ein. Dementsprechend wurden die Risikoanalysen durchgeführt. Ausgegliederte Prozesse, wie z. B. Transportlogistik, werden von der ZSVA gelenkt und sichergestellt. Nach der Durchführung des Projektes wurde im Projektabschlussbericht das wichtigste in Schriftform festgehalten. Das Gesamtergebnis fiel positiv aus. Die Erfahrungen, die beim Projekt gewonnen wurden, können bei den weiteren Aufgaben, wie z. B. Aufbereitung von Sterilgütern für die Operationszentren, Arzt- und Zahnarztpraxen, eingesetzt werden.

Kongressbericht

  • Bericht über das Bildungstättentreffen am 1.6.2010 in Tübingen

Empfehlungen

  • Empfehlungen des AK »Qualität«: Allgemeine Grundlagen des Einsatzes von Ultraschall bei der Reinigung von Medizinprodukten – Teil 1

    AK »Qualität«