MHP

Zentralsterilisation 2/2011

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Der erste Fehler
  • 9. Steri-Fach-Forum am Klinikum der Universität München
  • 3. Heidelberger Sterisymposium an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg
  • Healthcaretag 2011: Zeitgemäße E-Health-Lösungen für mehr Qualität, Patientensicherheit und Effizienz
  • Neues vom Herausgeberbeirat

Originalarbeit

  • Leistungstest von Prüfkörpern (PCD) zur Kontrolle der Entlüftung von Hohlkörpern und der Wirksamkeit der Sterilisation in Dampfsterilisationsprozessen

    M. Kremmel, W. Laudner et al.

    Das Thema Chargenkontrolle bei validierten Dampfsterilisationsprozessen wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Der Aufwand, der notwendig ist, um die modernen, mitunter hochkomplexen Instrumente sicher zu sterilisieren, wird leicht unterschätzt. Auch sind noch viele Sterilisatoren im Einsatz, vor allem in Arzt- und Zahnarztpraxen, die überhaupt nicht in der Lage sind, eine ausreichende Sterilisation von Hohlkörperinstrumenten zu erreichen.

    Dem Sterilgut sieht man leider die Sterilität nicht an, sodass mitunter auch bei einem nicht ordnungsgemäß umgeschlagenen Indikator die Instrumente freigegeben werden. Es stellt sich aber auch die Frage, ob immer eine ausreichende Sterilisationswirkung vorliegt, wenn der Indikator des PCD (Process challenge device) einen ausreichenden Farbumschlag anzeigt.

    In Deutschland kommen viele verschiedene Systeme in den unterschiedlichsten Formen bzw. Ausführungen zur Kontrolle des Sterilisationsprozesses zur Anwendung, die sich auf EN 867-5 (1) oder auf EN ISO 11140-1 (2) oder -6 (3), E-DIN 58921 (4), ISO/TS 17665-2 (5) oder sogar auf die DIN EN ISO 15882 (6) beziehen.

    Hinzu kommen unterschiedliche, teils widersprüchliche Aussagen von Sterilisatorherstellern, Händlern, Herstellern von Indikatoren bzw. Prüfsystemen und von Validierern. Neben unzureichenden Normungsvorgaben zur Chargenkontrolle bei der Dampfsterilisation besteht eine Tendenz zu immer billigeren Testsystemen. Deshalb drängte sich die Frage auf, ob die einzelnen Testsysteme eine vergleichbare Leistung hinsichtlich ihres Einsatzzweckes bieten. Dies konnte mit dem im Folgenden beschriebenen Leistungstest leider nicht bestätigt werden.

Aus der Praxis

  • Neuartige Sterilisationsbehälter mit wiederverwendbaren Filtern: Leistungsuntersuchung mit Funk-Datenloggern und mikrobiologischen Verfahren

    Y. Uetera, H. Yasuhara, N. Kumada, K. Moriya, R. Saito, M. Okazaki

    Seit einiger Zeit sind neuartige Sterilisationsbehälter mit wiederverwendbaren Filtern auf dem Markt, die 5000 Mal dampfsterilisiert werden können. Da neue Verpackungsmaterialien vor dem Einsatz validiert werden sollten, wurden die Dampfdurchdringung in diesen neuartigen Behältern und die Wirksamkeit der Behälter als Sterilbarriere untersucht.

    Die ausreichende Dampfdurchdringung wurde mit Funk-Datenloggern und biologischen Indikatoren nachgewiesen. Außerdem wurde durch mikrobiologische Untersuchungen festgestellt, dass die Sterilität des Sterilguts in den Behältern sechs Monate gewährleistet blieb.

    Anhand derselben mikrobiologischen Untersuchungsverfahren war auf unserer chirurgischen Station schon früher festgestellt worden, dass auch in den herkömmlichen Behältern mit Einmalfiltern die Sterilität über sechs Monate gewährleistet bleibt. Dies lässt darauf schließen, dass die neuartigen Behälter mit wiederverwendbaren Filtern eine vergleichbare Sterilbarrierewirkung haben wie Behälter mit Einmalfiltern.

Diskussion

  • Betreiber aufgepasst: Können wir Verantwortung delegieren?

    T.W. Fengler, A. Hartwig

Empfehlungen

  • Stellungnahme des Fachausschusses Qualität der DGSV e. V. zum Thema «Hygieneskandal»