MHP

Zentralsterilisation 1/2012

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Regeln für Normen
  • Was das Vereinigte Königreich beschäftigt: Bericht von der Jahrestagung des Institute of Decontamination Sciences vom 28. bis 30. November 2011 in Blackpool
  • Referat: Anwendung aufbereiteter Einmal-Medizinprodukte: Keine besondere Patientenaufklärung

Originalarbeit

  • Nutzung der Softwareanwendung T-DOC® zur Berechnung von Sterilisationskosten

    S. Caquas, C. Chapirot, A. Coquard, B. Dieu

    Aufgrund neuer Untervergabestrategien, der Entwicklung von Einwegmaterialien und der Einführung neuer Gesetzesvorschriften ist es unabdingbar geworden, die für Sterilisationsaufgaben anfallenden Kosten zu kennen. In der Universitätsklinik von Rouen wird die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Sterilisationsprozesses und die damit verbundene Instrumentenrückverfolgbarkeit mithilfe der Softwareanwendung T-DOC sichergestellt. Sobald die entscheidenden Parameter festgelegt wurden, können mit den Kostenrechnungsfunktionen der Software die spezifischen Produktkosten für alle Arten von chirurgischen Gütern ermittelt werden. Die Kosten werden in fünf Kategorien untergliedert: Nutzung, Reinigung, Sterilisation, Handhabung und Verpackung. Die Anzahl der chirurgischen Instrumente pro Box und das Volumen des Sterilisators sind die wichtigsten Faktoren, bei denen sich Kostenunterschiede ergeben können. Beispielsweise wurden die Kosten des gesamten Sterilisationsprozesses der Siebe mit Abdominal- und Bauchwandinstrumenten für die Urologie und Viszeralchirurgie auf 16 EUR bzw. 8 EUR ohne Steuern geschätzt. Die zweifache Kostenberechnung – pro Produkt und auf der Grundlage der Prozessstufen – ist nicht nur ein Steuerungswerkzeug für Sterilisationsaktivitäten, sondern stellt auch eine Möglichkeit zur Optimierung von Kunden-/Lieferantenbeziehungen dar.

Aus der Praxis

  • Bewertung der Wasserqualität in einem Einkammer-Reinigungs- und Desinfektionsgerät mit Umkehrosmoseanlage

    Y. Uetera, K. Kishii, H. Yasuhara, N. Kumada, K. Moriya, R. Saito, M. Okazaki

    Die Wasserqualität in unserem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG), das mit einer Umkehrosmoseanlage ausgestattet ist, wurde zweimal, im Dezember 2008 und im März 2009, entsprechend der US-Richtlinie AAMI TIR34:2007 «Water for the reprocessing of medical devices» (Wasser für die Aufbereitung von Medizinprodukten) überprüft. Dabei sollte die Wasserqualität in bestimmten Phasen des RDG-Programms bestimmt werden.

    Für Erst- und Zwischenspülung wird in unserem RDG enthärtetes Kalt- oder Warmwasser aus der Leitung verwendet. Die abschließende Spülung setzt durch Umkehrosmose entsalztes Wasser ein. Die Umkehrosmoseanlage, die dieses entsalzte Wasser herstellt, wird zweimal jährlich chemisch desinfiziert. Es wurde die Wasserqualität des Kaltwassers, des Warmwassers und des entsalzten Wassers aus dem Speicherbehälter überprüft. Außerdem wurden Wasserproben aus der Kammer entnommen, um die Wasserqualität bei den Anfangs-, Zwischen- und Abschlussspülungen zu prüfen.

    Das kalte Leitungswasser hatte Trinkwasserqualität und wies einen Endotoxingehalt von 7,442 bzw. 5,863 EU/ml auf. Das Warmwasser aus der Leitung war ungechlort und hatte einen Endotoxingehalt von 39,823 bzw. 22,160 EU/ml.

    Das in der Erst- und Zwischenspülung verwendete enthärtete Kaltwasser war von ausreichender Qualität, eine Ausnahme stellte lediglich ein einmalig gemessener pH-Wert von 8,7 dar. Im Dezember 2008 lagen die Endotoxinwerte zwischen 23,363 und 24,560 EU/ml, im März 2009 zwischen 13,410 und 13,487 EU/ml. Das enthärtete Kaltwasser war für die erste Spülung ungechlort, für die Zwischenspülung dagegen mit 0,2 oder 0,3 ppm gechlort, was die Zahl der Kolonien reduzierte.

    Das mit Umkehrosmose entsalzte Wasser war mit Ausnahme des Leitwerts von ausreichender Qualität. In dem entsalzten Wasser, das bei der Abschlussspülung vor der thermischen Desinfektion aus der Kammer entnommen wurde, wurden folgende Koloniezahlen und Endotoxinwerte ermittelt: 224 KBE/100 ml und 0,524 EU/ml im Dezember 2008 sowie 21 KBE/100 ml und 0,685 EU/ml im März 2009.

    Im enthärteten Kaltwasser sowie im ungechlorten Warmwasser waren die Endotoxinwerte im Vergleich zum Endotoxingehalt des Leitungswassers inakzeptabel hoch. Die Koloniezahlen und Endotoxinwerte im entsalzten Wasser entsprachen den Anforderungen in AAMI TIR34:2007 – vermutlich deshalb, weil die Umkehrosmoseanlage regelmäßig desinfiziert wurde.

    Die vorliegende Untersuchung legt nahe, dass die Wasserqualität bei der Betreuung von RDG eng überwacht werden sollte.

Fortbildung

  • Legionellen

    P. Heeg

Empfehlungen

  • Empfehlung des Fachausschusses Qualität («AK Qualität») Übertragungsinstrumente: Hand- und Winkelstücke und Turbinen – Teil 1

    AK -Qualität

Jobbörse

  • Leiter/-in Zentralsterilisation in Unterseen (CH)