MHP

Zentralsterilisation 2/2012

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Technische Spezifikation
  • Spannungsfeld Gesundheitswesen: 5. Internationales Basler Symposium, 2. Februar 2012
  • 10. Steri-Fach-Forum am Klinikum der Universität München
  • Qualifizierungsmaßnahme zum Technischen Sterilisationsassistenten «Fachkunde 1 – DGSV®» wird aktualisiert
  • ZSVA-Hygiene-Forum Schleswig Holstein ausgesetzt
  • Rosemary Simpson verstorben

Originalarbeit

  • Eine Methode zur Quantifizierung der Reinigungsleistung im Ultraschallbad

    M. Steinmann, U.B. Rosenberg

    Ultraschallreinigungsbäder sind in Krankenhäusern weit verbreitet zur (Vor)Reinigung komplexer Instrumente in der ZSVA aber auch dezentral z. B. zur Reinigung von ophtalmologischen Instrumenten und von endoskopischem Zusatzinstrumentarium. Die Ultraschallreinigung wird in absehbarer Zukunft auch Gegenstand eines weiteren Normierungs-Projekts unter EN ISO 15883 werden.

    Nicht jedes Reinigungsmittel ist für den Einsatz im Ultraschallbad geeignet. Bis jetzt gab es aber im Kontext der Instrumentenaufbereitung keine Methode zur reproduzierbaren Messung der Reinigungsleistung mit Hilfe eines Prüfkörpers und einer Testanschmutzung. Es konnte lediglich die Funktionalität des Bades mit Hilfe einer Alufolie (1), eines «SonoCheck»-Tests (2) oder allenfalls eines Hydrophons (3) oder eines Kavitationsenergiezählers (4) überprüft werden, jedoch nicht die Wirkung eines Reinigungsprozesses auf eine konkrete Verschmutzung.

    Da Ultraschallbäder insbesondere zur Reinigung von Instrumenten mit komplexen bzw. schwer zugänglichen Oberflächen zum Einsatz kommen, haben wir uns einen entsprechenden Prüfkörper ausgesucht. Es handelt sich dabei um ein gesintertes 5-lagiges Edelstahlgewebe in der Form von Scheibchen mit 1 cm Durchmesser und 1,7 mm Dicke. Solche Scheibchen wurden mit 40 µL reaktiviertem Schafblut beladen. Die Reinigung erfolgte individuell in Glasfläschchen mit einem etwas größeren Durchmesser als die Scheibchen. Die Glasfläschchen wurden mit Hilfe eines gelochten Blechs unverrückbar und reproduzierbar immer wieder in den gleichen Positionen im Ultraschallbad platziert.

    Die Extraktion von Restschmutz nach der Reinigung erfolgte ebenfalls im Ultraschallbad in den Fläschchen, die den Vorteil haben, dass dank kleiner Extraktionsvolumina die Sensitivität der Methode sich im bestmöglichen Bereich bewegt. Für die Quantifizierung des Restschmutzes kam der Nachweis OPA-sensitiver Aminogruppen zum Einsatz.

    Mit dieser neu entwickelten Prüfmethode konnten Reinigungskinetiken mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln dargestellt werden. Unter den gewählten Versuchsbedingungen wurde mit den gut wirkenden Reinigern im Falle von nicht fixiertem Blut nach ca. 5 min die Basislinie des Verlaufs erreicht. Es konnte gezeigt werden, dass ein sog. Biofilmreiniger deutlich weniger gut reinigte als der alkalische und der enzymatische Reiniger. Gegenüber hitzedenaturiertem Blut war der alkalische Reiniger am wirksamsten. Ein nicht-fixierendes, aldehydfreies Instrumentendesinfektionsmittel zeigte eine vergleichsweise schlechte Reinigungsleistung.

    Schließlich wurde gezeigt, dass eine hohe Ultraschallenergie nicht automatisch gleichzusetzen ist mit einer guten Reinigungsleistung.

Aus der Praxis

  • Videoendoskop zur Qualitätssicherung bei der Aufbereitung englumiger Instrumente

    D. Millner, P. Freitag

    Es wird eine videoendoskopische Anordnung zur Inspektion englumiger Instrumente vorgestellt, wie sie bei der Qualitätssicherung in Sterilisationsabteilungen von Krankenhäusern angewendet werden kann.

Empfehlungen

  • Empfehlung des Fachausschusses Qualität («AK Qualität») Zusammenarbeit mit dem OP und anderen Abteilungen