MHP

Zentralsterilisation 3/2012

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Vereinfachte Validierung
  • Reinigung, Desinfektion, Sterilisation. Bericht vom DGKH-Kongress in Berlin, 25. – 28. März 2012
  • 4. Heidelberger Sterisymposium an der Akademie für Gesundheitsberufe, 10. März 2012
  • Bessere Hygiene durch motivierte Mitarbeiter. Fortbildung für Endoskopiefachkräfte, Bad Bramstedt, 18. April 2012
  • England: Neue Serie von Leitdokumenten zur Dekontamination von Medizinprodukten

Originalarbeit

  • Sterilisationsanforderungen an Materialien zur Verwendung bei Transplantationspatienten

    J. Joachim Cantoni, M. Mahwachi, B. Faoro, A. Lotthe, E. Jumas-Bilak, S. Shawky Tous, S. Parer, S. Hansel-Esteller

    Bei Patienten mit sehr hohem Infektionsrisiko, z. B. Empfängern von hämatopoetischen Stammzellen (HSC) müssen alle verwendeten Medizinprodukte wie auch alle nicht-kritischen Materialien keimfrei sein. Das gilt auch für normales Geschirr, Gläser und Besteck. Gewöhnlich erfolgt dies durch Sterilisation bei 135 °C über einen Zeitrum von 10 Minuten – ein zeitraubender und kostspieliger Prozess. Vor dem Umzug der Erwachsenen-Onkohämatologie unseres Krankenhauses und vor der Reorganisation der ZSVA wollten wir eine alternative Methode der Desinfektion alltäglicher, nicht-kritischer Materialien erproben und so unter Umständen der neu einzurichtenden Abteilung die Möglichkeit verschaffen, Geschirr, Gläser und Besteck selbst wiederaufzubereiten. Ziel unserer Studie war es, festzustellen, ob die mechanische Reinigung und thermische Wiederaufbereitung eine nachhaltige Desinfektion von Geschirr und Gläsern ermöglicht und ob das desinfizierte Geschirr direkt auf der Station gelagert werden kann. Hierzu wurde ein Testaufbau mit Testanschmutzungen und wiederholten mikrobiologischen Untersuchungen entwickelt, der 80 verschiedene Objekte umfasste. Die mikrobiologischen Untersuchungen wurden nach der Reinigung und Desinfektion durchgeführt sowie nach 7 und 14 Tagen Lagerung. Die Ergebnisse von fünf identischen Prüfungen unter praxisgerechten Bedingungen zeigten, dass die Zahl der Mikroorganismen nach der Aufbereitung im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für sämtliche Objekte unter 1 KBE/Messpunkt lag. Somit kann diese Vorgehensweise die Sterilisation ersetzen. Es ist jedoch nicht zu empfehlen, Geschirr, Gläser und Besteck auf der Station selbst zu lagern, weil nicht vorherzusehen ist, wie lange die mikrobiologische Qualität der Objekte erhalten bleibt.

Aus der Praxis

  • Oberflächenveränderungen auf chirurgischen Instrumenten

    A. Thielke

    In der jüngsten Vergangenheit kam es wiederholt zu Beanstandungen von Sterilgütern in deutschen Krankenhäusern. Medizinprodukte wurden nicht korrekt aufbereitet, wodurch insbesondere die Patientensicherheit infrage gestellt war. Um derartige Vorfälle zu vermeiden, bedarf es einer regelmäßigen Überwachung des gesamten Ablaufs, aber auch einer strukturierten Vorgehensweise, sobald Mängel in der Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten festgestellt werden. Die Intention der vorliegenden Arbeit ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der sowohl bei der Beratung zur Anwendung kommen kann, als auch der aufbereitenden Einrichtung ein Handlungsleitfaden sein kann. Die Arbeit beruht ausschließlich auf eigenen praktischen Erfahrungen und Beobachtungen des Verfassers.

Leserbriefe

  • Validieren wir an der klinischen Wirklichkeit vorbei? Zur RDG-E-Validierung gemäß neuer Leitlinie

Fortbildung

  • Clostridium difficile

    P. Heeg

Empfehlungen

  • Empfehlung des Fachausschusses Qualität («AK Qualität») Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten im zahnmedizinischen Bereich. Fortsetzung zur Empfehlung 74 – Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten