MHP

Zentralsterilisation 2/2013

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Informationen zur Aufbereitung
  • Weltkongress der Sterilgutaufbereitung, 21. – 24. November 2012, Osaka, Japan
  • Nutzung der Niedertemperatur-Sterilisation unter Beachtung der neuen RKI/BfArM-Empfehlung

    H.-W. Röhlig

Aus der Praxis

  • Probleme bei der Aufbereitung wieder verwendbarer Implantate

    K.-P. Schneider

    Die Aufbereitung von wieder verwendbaren Implantaten bereitet vielfältige Probleme. Die Umsetzung der allgemeinen Vorschriften (RKI-/BfArM-Empfehlung, MPG und MPBetreibV) führt im Gesamtprozess der Aufbereitung von wieder verwendbaren Implantaten oft zu Schwierigkeiten, die ein qualitativ hochwertiges Ergebnis einschränken können. Leider sind noch nicht alle Herstellerangaben auf die heutigen Vorschriften und Empfehlungen abgestimmt, wodurch sich die Wiederaufbereitung von Implantaten erschwert.

    Hinzu kommt die Aufbereitungsproblematik in den RDGs, besonders bei durchbohrten und Sackloch-Implantaten. Hier sind auch die Hersteller von Reinigungsmaschinen mit den entsprechenden Beladewagen gefragt, damit z. B. durch Flexibilität und Vielfalt der Düsen auch bei den heutigen, immer komplexer werdenden Implantaten eine auf ein Qualitätsmanagement gestützte und validierte Aufbereitung möglich ist.

    Die Implantatevielfalt fordert ein großes Maß an Fachwissen, dass wiederum nur durch Personalschulungen erreicht werden kann. Des Weiteren stellt sich die Frage des Dokumentationsnachweises bezüglich der Anzahl der Aufbereitungszyklen, oder ob es sinnvoller ist, sein System, falls lieferbar, auf Einmalprodukte umzustellen. Da bei uns aber eine Aufbereitung von wieder verwendbaren Implantaten noch Usus ist, ist es für alle Mitarbeiter immer wieder eine Herausforderung, diesen Prozessen genüge zu tun.

    Möchte man sich für die Alternativlösung der einmal verwendbaren Implantate entscheiden, so ist die Auswahl partiell eingeschränkt, da es noch nicht alle Implantate in steriler Form gibt. Auch führt diese Entscheidung zu einer Verschiebung der Gesamtlogistik, wie z. B. zu größerem Platzbedarf. Auch stellt sich die Frage, wie mit versehentlich geöffneten, resterilisierbaren Implantaten umgegangen wird. Da eine Mischung zwischen beiden Systemen (Wieder verwendbar und Einmalprodukte) nicht auszuschließen ist, sind die einzelnen Schritte und Anweisungen im Qualitätsmanagementsystem zu regeln.

    Für die ZSVA haben diese Entscheidungen vielfältige Auswirkungen bereits bei der Raumplanung der Abteilung, über die Auswahl der Implantate-Hersteller und deren Aufbereitungsanleitungen (Herstellerangaben) bis hin zur Lager- und Bestell-Logistik. Die Probleme im Alltag und Lösungsansätze sollen in dieser Arbeit im Einzelnen kurz erläutert werden.

20 Jahre Zentralsterilisation

  • Der rechtliche Rahmen für die Aufbereitung von Medizinprodukten: gestern – heute – morgen

    Dr. Christian Jäkel

    Das Jubiläum 20 Jahre Zentralsterilisation gibt Anlass, auch auf die Entwicklung der Rechtsvorschriften zur Aufbereitung von Medizinprodukten zurückzublicken. Der Verfasser versucht – ohne Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich des kleinsten Details – mit dem Beitrag sowohl einen medizinprodukterechtlichen Bogen über diesen Zeitraum zu schlagen als auch einige interessante Schwerpunkte einschließlich künftiger Entwicklungen herauszustreichen.

  • Qualitätsmanagement in der Medizin- produkte-Aufbereitung – mit Rückblick nach vorn

    Babett Hartung

    Tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen, die Weiterentwicklung der Medizin, Änderungen in der Versorgung und ihren Abläufen und höhere Anforderungen an die Leistungserbringer, verlangen nach der Einführung von dokumentierten und wiederholbaren Standards im klinischen und praktischen Alltag. Patienten hinterfragen häufiger die ärztliche Leistung und das Ergebnis der Behandlung, um mitentscheiden zu können.

    Kliniken, externe Aufbereiter sowie Vertragsärzte sollen ihre Leistungen trotz Kostendämpfung, Rationalisierung und Wettbewerb in gleicher oder sogar besserer Qualität als bisher erbringen. Das Werkzeug, das hier helfen soll, heißt Qualitätsmanagement, kurz QM.

Leserbriefe

  • LTSF-Sterilisation; Chemische Indikatoren der Klasse 6; Entwicklung der Reinigung

Empfehlungen

  • Empfehlungen des FA «Qualität»: Umgang mit Leihinstrumenten (Teil 1)