MHP

Zentralsterilisation 4/2013

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Überhitzung – ein Risiko für die Sterilisation?
  • 30 Jahre erfolgreiche Arbeit – weiter so! 9. Fachtagung über die Sterilisation, Regensdorf, Schweiz, 5. – 6. Juni 2013
  • Kompetenzoffensive – mit Wissen zum Erfolg. Veranstaltungsreihe der KLS Martin Group, April 2013
  • Qualitätsstandards in der Endoskopie: Fachlich am Ball bleiben: Fortbildung für Endoskopiefachkräfte am 22. Mai 2013, Bad Bramstedt
  • T.W. Fengler: Untergesetzliche Rechtsnormen – der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)

Originalarbeit

  • Thermische Reinigung zahnärztlicher Hand- und Winkelstücke in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten

    L. Radimersky, H. Martiny, A. Simonis

    Problemstellung: Die bei der zahnärztlichen Behandlung benutzten Hand- und Winkelstücke (HWS) bergen das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern von Patient zu Patient. Das Ziel dieser Studie war es, die thermische Reinigungsleistung zweier Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (DAC Universal und KaVo LIFEtime) mit Hilfe einer proteinanalytischen Methode zu untersuchen.

    Methode: Für die proteinanalytische Untersuchung wurden die Spraywasser-/Sprayluftkanäle zahnärztlicher Hand- und Winkelstücke mit in 1%iger Natriumdodecylsulfat-Lösung verdünntem nativen Humanblut (1 : 2 bzw. 1 : 22) kontaminiert. Nach maschineller Reinigung im DAC Universal Gerät bzw. KaVo LIFEtime wurden die Spraywasser-/Sprayluftkanäle ausgebaut, voneinander getrennt, mit 10 ml 1%iger Natriumdodecylsulfat-Lösung durchspült und die Lumina mechanisch mit SuperFloss-Fäden gereinigt. Anschließend wurden die SuperFloss-Fäden in der zum Spülen genutzten Natriumdodecylsulfat-Lösung eluiert. Der Proteingehalt wurde mit der modifizierten OPA-Methode bestimmt.

    Ergebnisse: Nach der Aufbereitung im DAC Universal und im KaVo LIFEtime zeigten sich, nach Durchspülen der Kanäle und Elution der SuperFloss-Fäden in SDS, keine optisch sichtbaren Verschmutzungen. Der Vergleich des Restproteingehaltes der Spraywasser-/Sprayluftkanäle zeigte nach experimenteller Anschmutzung, Aufbereitung und photometrischer Auswertung keine Unterschiede zwischen den beiden Geräten.

    Schlussfolgerung: Die untersuchten Geräte eignen sich zur maschinellen Aufbereitung zahnärztlicher Übertragungsinstrumente im Sinne geltender RKI-Richtlinien.

  • Einfluss des Prionen-Sterilisationszyklus auf die bakterielle Barrierewirkung von Sterilisationsvlies im Endverpackungstest

    J. Kastelein, J.M.B.M. van der Vossen

    Kimguard One-Step-Sterilisa-tionsvlies ist als Medizinprodukt der Klasse I für die Verpackung endsterilisierter medizinischer Produkte zugelassen. In dieser Studie wurde das Verhalten der fünf Stärken von Kimguard One-Step-Sterilisationsvlies nach einem Prionen-Sterilisationszyklus (134 °C über 18 Minuten) im Endverpackungstest untersucht. Ein 1/1 DIN-Stahldraht-Instrumentensieb (Länge 48 cm, Breite 25 cm, Höhe 6 cm) mit einem Volumen von 7,2 l wurde in Kimguard One-Step-Sterilisationsvlies in den Stärken KC100, KC200, KC300, KC400 und KC500 verpackt, und jedes der verpackten Siebe wurde im Aerosoltest bei einem Luftdurchsatz von 250 ml/min über einen Zeitraum von 25 Minuten mit 100.000 Latexpartikeln von 1 µm Durchmesser getestet. Messungen der Partikelfiltereffizienz wurden für jede Sterilisationsvliesstärke jeweils sechsmal nach durchgeführter Sterilisation und nochmals nach drei Monaten Lagerung durchgeführt. Zu beiden Testzeitpunkten waren die Partikelzahlen in den verpackten Testsieben zu vernachlässigen, und die mittlere Partikelretention für alle Vliesstärken betrug über 99,99 %. Hieraus kann geschlossen werden, dass die antimikrobielle Barrierewirksamkeit von Kimguard One-Step-Sterilisationsvlies KC100, KC200, KC300, KC400 und KC500 weder durch die Dampfsterilisation mit Vorvakuum bei 134 °C über 18 Minuten noch durch die anschließende dreimonatige Lagerung mit regelmäßiger Umlagerung beeinflusst wurde.

     

Empfehlungen

  • Qualitätssicherung im Bereich der Aufbereitung

    Empfehlungen des FA «Qualität»

Jobbörse

  • Technische/r Sterilisationsassistent/in in Tuttlingen gesucht