MHP

Zentralsterilisation 1/2014

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Absolutdruck
  • 13. ZSVA-Hygiene-Forum Schleswig-Holstein
  • Sachkenntnis der mit der Überwachung der Medizinprodukteaufbereitung beauftragten Personen
  • Erwerb der Sachkenntnis der mit der Überwachung der Medizinprodukteaufbereitung beauftragten Personen. Erfahrungen aus Sicht einer Krankenhaushygienikerin

Originalarbeit

  • Automatische, validierte, nicht-toxische High-level-Desinfektion (HLD) von Ultraschallsonden

    P. Heeg, J Gauer

    ZentrSteril 2014; 22 (1): 25–31

    Ultraschallsonden sind komplexe Medizinprodukte, die häufig bei transvaginalen, transrektalen, abdominalen und intraoperativen Untersuchungen eingesetzt werden. Da die Ultraschallsonden in Kontakt mit Schleimhaut, geschädigter Haut, infizierten Geweben und Blut kommen können, unterliegen sie strengen Aufbereitungsrichtlinien. Die Anforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten der Klasse semikritisch A, wie endokavitär eingesetzter Ultraschallsonden, beinhalten einen wirksamen Reinigungsprozess, der infektiöse Agenzien und organisches Material, in dem sie sich vermehren können, physikalisch entfernt, gefolgt von einem validierten, vorzugsweise maschinellen High-level-Desinfektionsprozess (HLD).

    Ziel der vorliegenden Studie war es, ein neu entwickeltes System zur maschinellen, validierten HLD von Ultraschallsonden zu prüfen. Die Studie fasst die bei der Validierung und bei der mikrobiologischen Wirksamkeitsprüfung mit dem Gerät gewonnenen Ergebnisse zusammen, um die Sicherheit, Reproduzierbarkeit und Verlässlichkeit des Desinfektionsprozesses nachzuweisen.

  • Glutardialdehyd (GDA)-Rückstände in flexiblen Endoskopen, Teil I: Entwicklung einer Analysemethode zur Bestimmung von GDA-Rückständen

    M. Emmrich, R. Bloß und H. Martiny

    ZentrSteril 2014; 22 (1): 41–45

    Glutardialdehyd (GDA) ist ein häufig benutztes Desinfektionsmittel zur Aufbereitung flexibler Endoskope. Da die Aufbereitung dieser Instrumente schwierig ist, können verbliebene GDA-Rückstände in aufbereiteten Endoskopen aufgrund seiner toxischen Eigenschaften zu Nekrosen, Kolitis und Proktitis führen. Die Bestimmung der GDA-Konzentration ausschließlich im Spülwasser ist nicht ausreichend, da GDA-Rückstände an Endoskopen nicht nur durch die Konzentration im Spülwasser, sondern auch durch die Prozessbedingungen und die Charakteristika des Endoskopes selbst (z. B. Typ, Alter, Material) beeinflusst werden. Daher ist es wünschenswert, GDA-Rückstände auf dem Endoskop selbst zu bestimmen. Zur Entwicklung einer Analysemethode wurde das Extraktionsvermögen dreier Extraktionslösungen (Aqua dest., «Wasser standardisierter Härte» [WSH] und Puffer) bei jeweils zwei pH-Werten (pH 2 und pH 7) und zwei Temperaturen (20 °C und 36 °C oder 40 °C) ermittelt. Dazu wurden Schlauchstücke von Endoskopen und zwei Endoskope in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) aufbereitet, anschließend die GDA-Rückstände extrahiert und deren Konzentration mittels HPLC bestimmt. Sowohl der pH-Wert als auch die Temperatur haben einen signifikanten Einfluss auf die GDA-Extraktionsrate. Die höchsten Extraktionsraten wurden jeweils mit der höheren Temperatur und dem niedrigeren pH-Wert erzielt. Aqua dest. und WSH zeigten vergleichbare Extraktionseigenschaften, während mit dem Puffer bei pH 7 deutlich weniger GDA extrahiert wurde.

DGSV

  • Empfehlungen des FA «Qualität»: Aufbereitung von Sterilisierbehältern mit Kunststoffkomponenten zur Sterilgutversorgung und Entsorgung