MHP

Zentralsterilisation 3/2014

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Steril
  • Aufbereitung und Reinigung beim DGKH-Kongress. 12. Kongress für Krankenhaushygiene, Berlin, 30. März – 2. April 2014
  • Endoskopie-Weiterbildungstag: Regionalgruppe Trent des IDSc Yorkshire auf dem Endoskopie-Weiterbildungstag bei B Braun in Sheffield
  • Aufbereitung – was sind die aktuellen Themen in Großbritannien. Jahrestreffen des Central Sterilising Club, Birmingham, 7. – 8. April 2014

Originalarbeit

  • Ringversuche der AG DaVinci zur Etablierung einer Methode zur Überprüfung der Reinigungswirkung bei Robotik-Instrumenten

    M. Wehrl, G. Albers, K. Bühler, D. Diedrich, H. Frister, M. Heintz, H. Hubert, J. Köhnlein, W. Michels, U. Rosenberg, K. Roth, B. Wallace

    ZentrSteril 2014; 22 (3): 165–172.

    Um den Reinigungserfolg bei der Aufbereitung von Robotik-Instrumenten zu quantifizieren, wurden von der AG DaVinci zwei Methoden zur Elution von Proteinrestanschmutzung bei Robotikinstrumenten und nachfolgender Quantifizierung etabliert [1]. Im Rahmen der Methodenentwicklung wurden in Ringversuchen die Wiederfindungsraten für Anschmutzungen mit einem Modellprotein (Bovines Serum Albumin, BSA, Fraktion V) sowie reaktiviertem Schafblut untersucht. Die aufgebrachten Anschmutzungsmengen lagen zwischen 200 – 500 µg Protein, bezogen auf Bovines Serum Albumin (BSA), und damit im Bereich der Grenzwerte für diese aufbereiteten Instrumente. Die ermittelten Wiederfindungsraten lagen für eine klinisch relevante Testanschmutzung aus reaktiviertem Schafblut im Mittel bei 96 % (nicht-zerstörerische Elutionsmethode), bzw. bei 83 % (zerstörerische Elutionsmethode). In den Experimenten wurden sowohl die modifizierte ortho-Phthaldialdehyd (OPA)-Methode [2, 3], als auch die Bicinchoninsäure-Methode (BCA) [4] angewendet, beide ergaben vergleichbare Ergebnisse. Für beide Methoden wurden jedoch Beeinflussungen gefunden, die auf unbekannte interferierende Substanzen aus den Instrumenten zurückgeführt wurden und für deren Entfernung noch kein Verfahren etabliert werden konnte. Durch weitere Versuche konnte gezeigt werden, dass mit den beschriebenen Methoden die Probengewinnung und die Bestimmung des Restproteingehalts in einem Konzentrationsbereich von 100 – 1000 µg Testanschmutzung je Instrument mit gut übereinstimmenden Wiederfindungsraten erfolgte und von den teilnehmenden Laboren in Anbetracht der Komplexität der vorliegenden Medizinprodukte eine gute Ergebnisübereinstimmung erzielt wurde.

     

Aus der Praxis

  • Notwendigkeit und Realisierbarkeit der Kostenkontrolle von Instrumentenaufbereitung im ambulanten Bereich

    A. Ungänz

    ZentrSteril 2014; 22 (3): 180–183.

    Die Arbeit «Notwendigkeit und Realisierbarkeit der Kostenkontrolle von Instrumentenaufbereitung im ambulanten Bereich» ist als Abschluss-arbeit im Lehrgang «Technische/r Sterilisationsassistent/in» Fachkunde III entstanden. Kern der Arbeit ist die Analyse der für die Instrumentenaufbereitung anfallenden Kosten in der ambulanten Praxis (Arzt-/Zahnarztpraxis). Bisher lagen keine konkreten Informationen dafür vor, wie hoch der Betrag ist, den Praxen entrichten müssen, um einzelne Instrumente aufzubereiten. Dies ließ keine Vergleichbarkeit von Preisen oder Einweglösungen zu. Die vorliegende Abschlussarbeit schließt diese Lücke.

    Mit Hilfe einer Software, die im Verlauf des Projektes entwickelt wurde, können die Kosten für die Aufbereitung von Instrumenten mit unterschiedlichen Aufbereitungsprozessen dokumentiert und evaluiert werden. Grundlage dieser Kalkulation ist eine exakte Erfassung aller kostenrelevanten Aspekte der Aufbereitung, wie beispielsweise Personalkosten, Gerätekosten, Energiekosten aber auch Fixkosten und Gemeinkosten. Die Komplexität der Kostengestaltung wird durch die erstellte Software vereinfacht. Von Seiten der nutzenden Praxen müssen lediglich bekannte Preise und Kosten eingegeben werden, die von der Software in komplexen Rechenformeln verarbeitet und als exakte Ergebnisse ausgegeben werden. Untergliedert in unterschiedliche Zeiträume, z. B. täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich anfallende Kosten erleichtern die dadurch gewonnen Daten das wirtschaftliche Agieren für die medizinischen Unternehmen. Die gesamten Aufbereitungskosten belaufen sich im Beispiel, das für die Abschlussarbeit verwendet wurde, auf jährlich 19.019,64 Euro, was einem täglichen Kostenaufwand in Höhe von 74,34 Euro entspricht.

DGSV

  • Der Vorstand informiert
  • Empfehlungen des FA «Qualität»: Empfehlung zur Lagerdauer für sterile Medizinprodukte