MHP

Zentralsterilisation 1/2015

Aktuell

  • Neues aus dem Normenwerk: Prüfkörper für die Dampfsterilisation
  • Bereit für neue Herausforderungen. Jahreskonferenz des Institute for Decontamination Sciences, Blackpool, England, 1. – 3. Dezember 2014
  • Herausgeberbeirat erweitert
  • Die Zukunft kommt mit Sicherheit. 6. Internationales Basler Symposium, 8. Januar 2015
  • Aufbereitung – eine wichtige Maßnahme der Infektionsprävention. Jahrestagung der Infection Prevention Society, 29. September – 1. Oktober 2014 in Glasgow
  • Finale Ergänzung der Gegenüberstellung der DIN EN ISO 15883 (Teil 1 + 2) zur Leitlinie von DGKH, DGSV und AKI für die Validierung und Routineüberwachung maschineller Reinigungs-     und thermischer Desinfektionsprozesse für Medizinprodukte

Hauptarbeiten

D. Percin*, P. Kozin, W. Renders

Der Einfluss übermäßiger Kondensatmengen auf den Sterilitätssicherheitswert SAL

 

 

Zentr Steril 2015; 23 (1): 36–39.

 

Ziel: Diese Studie soll die Wirksamkeit eines Sterilisationszyklus bei Auftreten übermäßiger Kondensatmengen bestimmen und untersuchen, ob die Theorie des Sterilitätssicherheitswerts (SAL-Werts) mit einer Kinetik erster Ordnung beim Vorhandensein großer Kondensatmengen anwendbar ist.

Methoden: Es wurden Schrauben und Muttern verwendet, die denen von chirurgischen Instrumenten ähnelten. Sterile Muttern wurden mit Sporen von Geobacillus stearothermophilus (ATCC 7593) in unterschiedlichen Mengen beimpft, mit einer Schraube versehen und sterilisiert. Muttern und Schrauben wurden in zwei unterschiedlichen Zyklen sterilisiert: einer davon ohne Kondensat und der andere mit einem massiven, 3 kg schweren Metallgerät, durch das eine übermäßige Kondensatmenge produziert wurde. Nach der Sterilisation wurden Muttern und Schrauben getrennt und bei 56 °C in tryptischer Sojabrühe inkubiert.

Ergebnisse: Der F-Wert lag in dem Zyklus mit übermäßigem Kondensat im Vergleich zum kondensatfreien Zyklus um 60 Prozent niedriger. Unter beiden Bedingungen wuchs G. stearothermophilus nicht auf Muttern und Schrauben, die mit 105, 106 und 107 Sporen beimpft worden waren, nicht einmal nach dem kürzesten Zyklus von 3 Minuten. Von den Muttern, die mit 108 Sporen beimpft worden waren, zeigten nach dem 3-Minuten-Zyklus nur diejenigen ein Wachstum, die in dem Zyklus mit hohem Kondensatanfall sterilisiert wurden. Auf den Muttern, die mit 109 Sporen beimpft und in Zyklen ohne Kondensat über 3, 4 und 5 Minuten bzw. in Zyklen mit Kondensat über 7, 10 und 18 Minuten sterilisiert worden waren, war ein Wachstum zu beobachten.

Schlussfolgerungen: Übermäßige Kondensation verringert die Wirksamkeit der Sterilisation. Dieser Effekt ist ab einer Sporenkonzentration von 108 zu beobachten. Das Verfahren mit einer hohen Sporenlast kann bei der Designqualifizierung von Dampfsterilisatoren eingesetzt werden.

FA Hygiene, Bau & Technik

Anforderungen für den Bau oder Umbau einer Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Teil 2: Planung

Empfehlungen des FA «Qualität»

Programmführungen Teil 2: RDG-E mit chemothermischer Desinfektion